Microsofts Language Intelligence Service (LUIS) bekommt Unterstützung in Form des C#-SDKs

C#-SDK für Microsofts KI-API LUIS verfügbar
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Der sogenannte Language Understanding Service ist sicherlich einer der spannendsten Dienste aus Microsofts Cognitive-Services-Reihe. LUIS hilft Anwendungen dabei, Sprachbefehle von Nutzern zu verstehen, die von Anfragen wie „Licht ausschalten“ bis hin zu vollständigen Satzgebilden wie „Dauerlauf/Spaziergang/Wanderung/Radtour starten“ reichen. Mit dem C#-Software-Development-Kit (SDK) bekommt LUIS nun einen neuen Helfer an die Hand.

Die Entwicklung künstlicher Intelligenzen, insbesondere sogenannter Chatbots, genießt aktuell oberste Priorität im Hause Microsoft. Die Grundlage für Bots – in Hinblick auf Cortana, Sriri und Co. – ist das Erkennen von Sprache: Worum geht es, was will der Benutzer? Genau in diesem Punkt können die Cognitive Services helfen, allen voran der „Language Understanding Intelligent Service“ (LUIS), für den Microsoft jetzt ein neues Software Development Kit ausgespielt hat.

KI-Werkzeuge: Bot Framework und die Cognitive Services

Um Entwickler dabei zu unterstützen, den Schritt in Richtung KI mitzugehen, stellte Microsoft Anfang des Jahres das entsprechende Werkzeug auf der hauseigenen Build-Konferenz vor: Darunter das Bot Framework, das in der Preview verfügbar ist und es Entwicklern ermöglichen soll, eigene Chatbots zu erstellen, die personalisiert mit ihren Nutzern kommunizieren.

Eine zweite wichtige Säule sind die Cognitive Services (früher Projekt Oxford). Dabei handelt es sich um eine Sammlung einzelner APIs, die sich mit dem Erkennen und Verstehen unserer Welt befassen, und die im Großen und Ganzen unabhängig voneinander verwendbar sind. Microsoft zufolge stehen aktuell rund 22 APIs bereit, die sich grob in die Bereiche Sehen (Vision), Hören (Speech), Sprache (Language), Wissen (Knowledge) und Suche (Search) unterteilen lassen.

Der Language Understanding Service (LUIS)

Im Bereich Sprache sticht vor allem LUIS hervor. Der Dienst versucht, Texte auf Basis eines selbstlernenden Modells zu verstehen und ist damit Teil der Machine-Learning-Bestrebungen von Microsoft. Nehmen wir zum Beispiel einen EM-Bot, soll dieser etwa in der Lage sein, verschiedene Fragen zur Fußball-Europameisterschaft zu beantworten, wie: „Welche Spiele finden am 18. Juni statt?“ oder „Wie ist Deutschland gegen Italien ausgegangen?“. Die Herausforderung besteht dabei darin, nicht nur genau diese Sätze zu erkennen und zu verstehen, sondern auch anders formulierte Fragestellungen, die Anwendern einfallen könnten, beispielsweise „Wer spielt am 25. August?“.

Wie die Kollegen von The Register jetzt herausgefunden haben, steht für Microsofts Languague-Parsing-API ab sofort ein C#-Software-Development-Kit bereit; genauere Details gibt es hierzu allerdings noch nicht.

LUIS steht in der öffentlichen Beta für Entwickler bereit, wer sich näher mit dem Dienst auseinandersetzen will, wirft am besten einen Blick auf die Produktseite. Informationen zu LuisClient finden Interessierte außerdem auf GitHub.

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Dr. Holger Schwichtenberg (www.IT-Visions.de/5Minds IT-Solutions)

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Christian Nagel (CN innovation)

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