UI-Toolkits mit Fabricator erstellen

Fabricator: Ein Tool für Toolkits
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Moderne Web Interfaces sind oftmals große, komplexe Systeme, die aus vollständig kompatiblen Teilen bestehen. Plant man UI-Code nicht sorgfältig, wird er schnell übermäßig kompliziert und schwierig zu skalieren. Das Tool Fabricator widmet sich diesem Problem, indem es das Interface in kleinere Chunks aufteilt.

Ein UI-Toolkit kann man sich im Prinzip wie das digitale Äquivalent zu Montageteilen und Modulen in der Autoindustrie vorstellen – quasi eine Sammlung von unabhängigen Teilen, die zusammengenommen wiederum größere Teile ergeben. Bei einem UI-Toolkit handelt es sich allerdings nicht um eine Webseite, sondern vielmehr um einen Baukasten für die einzelnen Bestandteile einer Website. Diese Teile können in jeder Applikation verwendet werden, sei es .NET, Ruby, Node.js oder einfaches HTML. Fabricator wiederum ist ein Tool, um genau solche Toolkits zu entwickeln.

Features von Fabricator

Bei Fabricator handelt es sich um einen Style-Guide-Generator, ein Dokumentations-Tool, eine lokale Entwicklungsumgebung und ein Build-Tool – alles in einem. Fabricator basiert auf Node.js, einer Plattform zum Bau von schnellen, skalierbaren Netzwerk-Applikationen. Es gibt vorgefertigte Installer für beinahe jede Plattform; auch die Installation mit Homebrew ist möglich. Da das Tool über sehr wenige Code-Conventions oder -Opinions verfügt, ist es besonders flexibel und einfach zu bedienen.

When you work with Fabricator, you develop a brand’s look and feel on the web while also producing a code toolkit.

Fabricator beinhaltet Libraries, die es Entwicklern ermöglichen, Stylesheets, JavaScript und HTML als Module zu schreiben und später zusammenzufügen. Das eigene Build-System kompiliert und optimiert Code; außerdem sind keine Backend-Sprache oder Datenbank involviert, sodass es quasi überall eingesetzt werden kann. Zusätzlich generiert Fabricator eine statische HTML-Seite, die andere Entwicklern als Dokumentationsverweis nutzen können. Das Design-System lässt sich ganz nach den eigenen Vorlieben gestalten: Die Taxonomie liegt im Ermessen des Users.

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Seinen Namen hat das Tool übrigens vom englischen fabricate: to make by assembling parts or sections. Eine Demo von Fabricator findet sich auf GitHub, genauso wie alle nötigen Spezifikationen.

Name Fabricator
Entwickler Luke Askew
Projektwebsite http://fbrctr.github.io/
GitHub https://github.com/fbrctr/fabricator

 

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