GitLabs großer Schritt

Open-Source-Offensive bei GitLab: 18 Features freigegeben!
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GitLab hat 18 Features Open Source gestellt, die bislang nur in bezahlten Produkten verfügbar waren. Nach und nach ziehen die Funktionen nun in die kostenlosen Versionen um, in der dann beispielsweise zusammengehörige Issues mit einander verbunden werden können. Auch das Web Terminal für die Web IDE gehört zu den umziehenden Features.

GitLab kann derzeit in acht verschiedenen Versionen genutzt werden. Je teurer die Version ist, desto umfassender ist ihr Umfang. Die Sortierung sollte sich dabei nach der Zielgruppe richten, wobei die teuerste Version Funktionen für die Executive-Ebene bietet. Wie Sid Sijbrandij nun im GitLab-Blog erklärt, ist diese Sortierung aber bislang nicht immer optimal gelungen – das will man jetzt aber korrigieren. Dafür wurden 18 Features identifiziert, die nun Open Source gestellt werden. Diese 18 Funktionen gehören zu den Bereichen Plan, Create, Verify, Package, Release, Configure und Defend der Entwicklungsplattform und sie sollen nun nach und nach in die kostenfreien Versionen („Free“ im gehosteten Service, „Core“ für selbst gehostete Projekte) integriert werden.

18 GitLab-Features Open Source gestellt

Im Bereich der Projekt-Planung stehen gleich vier neue Features auf der Liste des GitLab-Teams: In Zukunft können Entwickler auch in der kostenlosen Version Issues miteinander verbinden, wenn sie zusammen gehören. Außerdem wird der Issue-Export als CVS freigegeben, sowie der Issue Board Focus Mode, mit dem das GitLab-Board zum Scrum- oder Kanban-Board wird. Auch der Service-Desk, der eine Email-Kommunikation mit externen Gesprächsteilnehmern direkt von GitLab aus erlaubt, gehört zu den neuen Open-Source-Features.

Für die Entwicklung am Code selbst werden das Web Terminal für die Web IDE sowie die Datei-Synchronisierung für das Terminal freigegeben. Darüber hinaus können in Zukunft Design-Dokumente wie Wireframes und Mock-ups in GitLab Issues geladen werden. Auch die Reports zur Code Qualität von Merge Requests sowie die Integration verschiedener Package Manager gehören zu den neuen Features für alle. Künftig können Conan, Maven, npm und NuGet in GitLab Core/Free genutzt werden.

Außerdem können sich Entwickler freuen, die mit Kubernetes arbeiten: Die Integration mehrerer Cluster wird Open Source. Sicherer soll die Arbeit mit Containern in GitLab auch werden. Die Network Policies ziehen dafür um. Für das Continuous Delivery stehen gleich vier Features auf der Liste, die im offiziellen Blogpost zur Open-Source-Offensive gefunden werden können.

Mitwirkung erwünscht: Macht euer Wunsch-Feature für alle verfügbar

Einen Wermutstropfen gibt es bei der Sache aber: Noch sind die vielen Features nicht in die kostenlosen Versionen von GitLab integriert worden. Der genannte Blogpost verlinkt auf die entsprechenden Issues, das GitLab-Team bittet um Mithilfe bei der großen Umzugsaktion. Zu wann alle Features überall verfügbar sein werden, ist nämlich noch nicht absehbar. Die Teams der Produkte müssen die Überarbeitungen der vorhandenen Features nämlich auch gegenüber der Entwicklung neuer Funktionen priorisieren. Wer es also kaum erwarten kann, ein bestimmtes Feature in GitLab zu verwenden, muss eventuell etwas Geduld mitbringen oder selbst mithelfen.

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