Neue Portierungsanleitung von Microsoft und Silverlight-Bridge-Tool veröffentlicht

Hilfe bei Portierung von Silverlight-Apps auf Windows 10
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Microsoft hat eine neue Anleitung veröffentlicht, die Entwickler dabei unterstützen soll, Silverlight-Apps auf die Universal Windows Platform zu bringen. Ergänzend dazu steht ein neues Silverlight-Bridge-Tool von Mobilize.NET in der Preview bereit, das wesentliche Aufgaben bei der Portierung automatisch übernimmt.

Microsoft hat jetzt einen neuen Portierungs-Guide veröffentlicht, der Entwickler bei der Migration von Silverlight-Apps auf die Universal Windows Platform (UWP) unterstützen soll. Wie Mark LeBLanc (Senior Content Publishing Manager bei Microsoft) in einem Blogpost schreibt, kann ergänzend dazu das neue Bridge-Tool „Silverlight auf Windows 10“ ausprobiert werden, das aktuell in der Preview vorliegt. Rund 80 Prozent der Migrations-Arbeit sollen sich mithilfe des Tools umgehen lassen, das für die automatische Konvertierung des Codes sorgt.

„Silverlight auf Windows“-Bridge: Schritt für Schritt-Anleitung

Die „Silverlight auf Windows 10“-Bridge findet sich auf Mobilize.NET und kann kostenlos heruntergeladen werden. Um das Konvertierungs-Tool nutzen zu können, muss der Pfad der Projekt-Datei ausgewählt werden, die in das neue Format umgewandelt werden soll. Außerdem muss angegeben werden, an welchem Ort die neu erstellte UWP-Datei abgespeichert werden soll.

Werden in den Silverlight-Apps Libraries von Drittanbietern genutzt, kann es vorkommen, dass DLLs fehlen. Dieses Problem lässt sich am einfachsten beheben, indem die fehlenden DLLs mit ähnlichen Standard-Controls ersetzt werden.

Das Tool verfügt zwar über rund 2.300 Mappings für APIs und XAMLs, dennoch kann es vorkommen, dass nicht immer alle Code-Bereiche der Silverlight-Apps konvertiert werden. In solchen Fällen empfiehlt es sich, auf die Namespace- und Class-Mappings zurückzugreifen. Diese helfen dabei, Code zu identifizieren, der nicht über einen UWP-Counterpart verfügt. Sollte das nicht funktionieren, hat man unter anderem die Option, eine Helper-Klasse zu erstellen, um den nicht konvertierten Code zu „wrappen“.

Ist man an dem Punkt angelangt, an dem die App so gut wie konvertiert ist, kann das Problem auftreten, dass die Mappings auf der UW-Plattform nicht so funktionieren, wie sie sollten. So kann es zum Beispiel sein, dass sich Controls anders verhalten, als vorgesehen. In diesem Fall kann beispielsweise ein Feld für das betreffende Control definiert werden. Alternativ kann ein MVVM-Approach genutzt werden, indem man zwei ungekoppelte Controls miteinander verbindet.

Aktuell befindet sich die neue Bridge in der frühen Entwicklung und funktioniert dementsprechend noch nicht ganz reibungslos. Aber auch auf dem jetzigen Stand dürfte der Einsatz des Tools effizienter sein, als Anwendungen manuell zu portieren. Alle weiteren Informationen zur Bridge inklusive der ausführlichen Portierungs-Anleitung von Microsoft gibt es im Microsoft-Dev-Center-Blog.

Weitere Bridges und Anleitungen

Neben der neuen Anleitung stellt Microsoft einige weitere Mittel und Wege bereit, die Entwicklern die Portierung von Anwendungen auf die Universal Windows Platform möglichst einfach machen sollen. Dahinter steckt der Versuch, die von vielen Nutzern bemängelte App-Lücke im Windows Store zu schließen, die auch unter Windows 10 noch immer ein Problem darstellt. Ein Tool ist etwa die Windows Bridge für iOS (alias Project Islandwood). Mit deren Hilfe soll es für iOS-Entwickler ohne viel Aufwand möglich sein, ihre Apps für Windows 10 fit zu machen. Zwar gab es auch ein Android-Pendant; allerdings steht das mittlerweile offiziell vor dem Aus.

Für Android- und iOS-Entwickler ist außerdem eine Konzeptmappe verfügbar, die die Softwareentwicklungskonzepte rund um die Plattformen Android, iOS und Windows 10 beleuchtet. Die Konzeptmappe soll vor allem eine Übersetzung zwischen den verschiedenen Plattform- und Softwarekonzepten ermöglichen. Darüber hinaus zeigt sie unter anderem auf, welche Features und Funktionen auf der jeweiligen Plattform vertreten sind, und welche nicht. Mehr Details dazu gibt es in diesem Beitrag.

Aufmacherbild: Robert F. Kennedy Bridge (aka Triboro Bridge) von Shutterstock / Urheberrecht: mandritoiu

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