Update bringt neue Debugging-, Editier- und Sprachfunktionen

Visual Studio Code: Neue Version 1.2.0 jetzt verfügbar
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Visual Studio Code, Microsofts neuer Code-Editor, hat ein Update spendiert bekommen und steht ab sofort in der Version 1.2.0 zur Verfügung. Verbesserungen gibt es in den Bereichen Debugging und Sprache; weitere Neuerungen betreffen die Extension- und Editor-Funktionen.

Vor knapp zwei Monaten hat Microsoft die finale Version 1.0 von Visual Studio Code veröffentlicht. Dabei handelt es sich um Microsofts neuen Code-Editor für die Erstellung von Modern-Web- und Cloud-Anwendungen, die nicht nur auf Windows sondern auch auf OS X und Linux laufen. VS Code bringt alle Standard-Tools mit, die man von einem modernen Code-Editor erwarten kann, einschließlich Syntax-Highlighting, anpassbare Keyboard-Befehle, Bracket-Matching, IntelliSense und Snippets; allesamt sollen sie das Bearbeiten von komplexem Code erleichtern.

Wie das Visual-Studio-Team jetzt in einem aktuellen Blog-Beitrag mitteilt, wurde der Editor nun aktualisiert und auf die Version 1.2.0 angehoben – werfen wir einen Blick auf die Neuerungen. Übrigens: Einen tieferen Einblick in den Code-Editor gibt es auf der kommenden BASTA! in Gregor Biswangers Session „Visual Studio Code – Die Lust am Coden„. 

Visual Studio Code Version 1.2.0 – das ist neu

Neue Editor-Funktionen

Da der Editor automatisch Leerzeichen einfügt, wenn eine neue Codezeile hinzugefügt wird, kann es vorkommen, dass unnötiger Leerraum entsteht. Um dieses Problem künftig zu vermeiden, wurde im aktuellen Release das editor.trimAutoWhitespace-Setting eingeführt. Das Setting veranlasst den Editor dazu, den automatisch eingefügten Leerraum zu tracken und gegebenenfalls zu entfernen, falls dieser nicht länger benötigt wird. Aktuell ist die Funktion per Default eingestellt.

Über Alt+Enter ist es von nun an außerdem möglich, alle Suchergebnisse gleichzeitig auszuwählen, wie die nachfolgende Abbildung zeigt:

VSC1

Quelle: Microsoft

Darüber hinaus kann der Peek-View-Editor, der Suchergebnisse zu Referenzen liefert und eine Vorschau auf Declarations gibt, ab sofort in der Größe angepasst werden.

Workbench-Verbesserungen

Weiterhin arbeitet das Entwicklerteam daran, dem Wunsch zahlreicher Nutzer nachzukommen und VS Code um Tab-Support zu erweitern. Bis diese Funktion vollständig implementiert ist, kann es laut Aussage des Teams allerdings noch eine Weile dauern. Mit dem Mai-Update habe man aber schon große Fortschritte gemacht, was das die Verwaltung von Stacks geöffneter Codeeditors anbetrifft. In der folgenden Abbildung finden sich zwei geöffnete Editors im linken Fensterbereich, weitere vier befinden sich in der Mitte und zusätzliche zwei im rechten Fensterbereich. Beim Schließen eines Editors rutscht nun der nächste Editor im Stack nach oben, statt dass der gesamte Fensterbereich geschlossen wird.

VSC2

Quelle: Microsoft

Daneben gibt es einige Optimierungen, was die User Experience anbetrifft, unter anderem wurde das Overflow-Symbol erneuert und es gibt die Möglichkeit, zu spezifizieren, ob Quick-Open-Dateien angepinnt oder in der Vorschau angezeigt werden.

Einen tieferen Einblick in das neue Visual Studio 15 und C# gibt es in der BASTA!-Session „Neues in Visual Studio „15“ für C# Entwicklung“ von Rainer Stropek.

Integriertes Terminal

VSC 3

Integriertes Terminal, Quelle: Microsoft

Auch einen zweiten Wunsch bekommen Nutzer erfüllt, denn ab sofort gibt es ein in VS Code integriertes Terminal; damit gehört das lästige Switchen von Fenstern der Vergangenheit an. Das Terminal kann via Ctrl+`, über das View | Toggle Integrated Terminal-Menü oder mithilfe des View > Toggle Integrated Terminal– Commands in der „Command Palette“ geöffnet werden.

Sprache, Debugging und Extensions

Darüber hinaus unterstützt VS Code jetzt die Code-Vervollständigung bei CSS-Variablen und die ESLint-Extension bringt von nun an Support für das „fix all problems“-Command mit. Mithilfe des neuen internalConsoleOptions-Settings sollen Entwickler außerdem eine bessere Kontrolle über das Öffnen der Debug-Konsole erhalten. Zudem haben Nutzer fortan die Option, Erweiterungen ausgehend von der Command-Line aufzulisten, zu installieren, und zu deinstallieren.

Eine detaillierte Übersicht über alle weiteren Neuerungen findet sich im Visual-Studio-Code-Blog; zum Download der neuen Version geht es hier. Mehr Hintergrundinformationen zu Visual Studio Code und zur finalen Version haben wir übrigens in diesem Beitrag zusammengefasst. Zum Oberthema Visual Studio und dessen Optimierung gibt es auf der BASTA! im September Tobias Meiers Session „Automatisieren von Alltagsaufgaben: Tuning von Visual Studio„. 

Aufmacherbild: Retro old typewriter with paper von Shutterstock / Urheberrecht: BrAt82

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