Extensions, Debugging-Verbesserungen, neuer Sprachsupport u.v.m.

Visual Studio Code: Beta v0.10.1 bringt zahlreiche Neuerungen
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Letzte Woche auf der Connect(); hat Microsoft zahlreiche neue Tools und Anwendungen für Entwickler vorgestellt. Besonders spannende Ankündigungen gab es rund um Visual Studio Code. Der Code-Editor ist seit kurzem Open Source verfügbar und hat in der Version v0.10.1 viele weitere nützliche Neuerungen parat.

Mit Visual Studio Code (VS Code) wagt Microsoft im Bereich der Softwareentwicklung den Sprung auf andere OS-Plattformen jenseits der Windows-Welt. Der Code-Editor läuft unter Linux, OS X und Windows und bringt alle Standard-Tools mit, die man von einem modernen Code-Editor erwarten kann, einschließlich Syntax-Highlighting, anpassbare Keyboard-Befehle, Bracket-Matching, IntelliSense und Snippets; allesamt sollen sie das Bearbeiten von komplexem Code erleichtern.

Visual Studio Code: Die Neuerungen im Überblick

Die Beta-Version von VS Code ist seit kurzem Open Source als GitHub-Repository verfügbar. Darüber hinaus bringt das neue Release Erweiterungen für das Implementieren zusätzlicher Funktionen oder Sprachunterstützungen mit. Mehr dazu und was es sonst noch Neues gibt, hat das VS-Code-Team via Blogpost zusammengefasst.

Extensibility-SDK

Visual Studio Code bringt von Haus aus einige Out-of-the Box-Features mit, ab sofort hat die Community aber auch die Möglichkeit, den Code-Editor zu erweitern und das Feature- und Sprachangebot selbständig auszubauen.

Findet man beispielsweise keine passende Extension für ein laufendes Projekt, kann man seine eigene erstellen. Dazu stellt das Entwicklerteam hinter Visual Studio Code eine Dokumentation bereit, die zeigt, wie sich VS Code erweitern lässt. Zusätzlich dazu ist die Extensibility-API-Reference vollständig verfügbar.

Neues Publishing-Tool und Extension Gallery

Extension gallery

Extension Gallery, © Microsoft

Mithilfe des neuen vscePublishing-Tools lassen sich die Erweiterungen in Visual-Studio-Code-Extension-Pakete verpacken und zum Beispiel mit Kollegen teilen. Wer sie der Community öffentlich zugänglich machen will, kann sie in der neuen Extension Gallery bereitstellen. Neben den Erweiterungen finden sich hier auch neue Themes, Snippets, Sprachen und Tools.

Yo-Code-Generator mit neuen Funktionen

Weiter wurde der yo code-Generator aktualisiert, der nun in der Lage ist, Standard-Erweiterungsprojekte (TypeScript oder JavaScript) zu erstellen, die alle Metadaten und Quelldateien mitbringen, die für eine funktionsfähige Extension benötigt werden.

YoCode

© Microsoft

Mit dem yo codeGenerator lässt sich Visual Studio Code jetzt außerdem um TextMate- Snippets (.tmSnippets) erweitern. Dazu einfach yo code starten, New Code Snippets auswählen und anschließend einen Ordner festlegen, der die TextMate-Snippet-Dateien enthalten soll. Der Generator konvertiert die Dateien ins VS-Code-Snippet-Format und erstellt automatisch eine Extension für den eigenen Gebrauch oder zur Bereitstellung in der Gallery. Der Generator unterstützt übrigens auch Sublime-Snippets (.sublime-snippets).

Debugging-Verbesserungen

Auch im Bereich des Debuggings gibt es eine Reihe von Änderungen und Verbesserungen. Diagnosefehler und Warnungen werden jetzt beispielsweise farblich hervorgehoben. Wie das aussieht, zeigt beispielhaft die folgende Abbildung.

Debug

© Microsoft

Über die folgenden beiden Editor-Commands lassen sich Selektionen jetzt außerdem direkt zum Debug-Consol- oder Watch-Fenster hinzufügen.

  • mit Debug: Evaluate fügt man den ausgewählten Textabschnitt zur Debug Console hinzu
  • mit Debug: Add to Watch fügt man den ausgewählten Textabschnitt zum Debug-Watch-Fenster  hinzu

Beim Erstellen einer Debug-Konfiguration (launch.json) fragt Visual Studio Code jetzt zudem nach der spezifischen Debug-Umgbung (Node.js, Mono) des Anwenders und erstellt passend dazu eine launch.json-Datei.

Zusätzlich ist es jetzt möglich, über Object-Properties oder Variablen zu hovern, die sich nicht oben im Stack-Frame befinden.

Debugging – Node.js

Ab sofort wird das Node.js-Debug-Target in der internen Code-Debug-Console gelauncht. Das mühsame Verwalten von externen Console-Fenstern dürfte damit Geschichte sein, außerdem werden auf diese Weise der Programm-Output und der Node.js REPL näher zusammengebracht. Da die Debug Console keine Programme unterstützt, die den Input in der Console auslesen müssen, ist die externe Console allerdings auch weiterhin verfügbar. Um sie zu aktivieren, muss lediglich das Attribut externalConsole in der Launch-Konfiguration auf true umgestellt werden.

Neuer Sprachsupport

VS Code nutzt jetzt denn offiziellen PHP-Linter (php -l) für PHP-Sprachdiagnosen. Parallel zu PHP-Linter-Verbesserungen soll auch der Code-Editor zukünftig kontinuierlich auf dem neuesten Stand gehalten werden.

Wer eine neuere Version von TypeScript verwenden will, kann in der Settings-Datei typescript.tsdk auf das Verzeichnis verweisen, dass die TypeScript tsserver.js-Datei und die zugehörigen lib.*.d.ts-Dateien enthält. Die neue Einstellung unterstützt auch relative Pfade, weshalb man die Workspace-Einstellung mit Teamkollegen teilen und die neueste TypeScript-Version (npm install typescript@next) nutzen kann.

Ein detaillierter Überblick über alle weiteren Neuerungen findet sich im Visual-Studio-Code-Blog. Welche Neuerungen Microsoft auf der Connect(); ansonsten vorgestellt hat, etwa die Visual Studio Dev Essentials und die Release Candidates von .NET Core 5 und ASP.NET 5, haben wir im diesem Beitrag zusammengefasst. Eine Einführung in die Arbeit mit VS Code bietet übrigens das nachfolgende Video.

Aufmacherbild: von Shutterstock / Urheberrecht:

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