Neue Entwicklertools im Anmarsch

Windows Bridge für iOS: Projekt geht in die nächste Phase
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Microsoft gibt neue Informationen zur Windows Bridge für iOS bekannt. Das Projekt zur Umsetzung von iOS-Apps auf der Universal Windows Plattform geht in die nächste Phase: bald soll es neue Entwicklungstools geben, außerdem steht eine neue Informationsseite bereit, die über die Entwicklung des Projekts auf dem Laufenden hält. Das sind erfreuliche Nachrichten, nachdem der Softwarekonzern dem Android-Pendant „Project Astoria“ nun endgültig den Stecker gezogen hat.

Vergangene Woche kam ans Licht, dass die Windows Bridge für Android (alias Project Astoria) aufgrund von bisher nicht näher bekannten Problemen vor dem Aus steht. Damit steht auch fest, dass es zukünftig keine Android-Apps für Windows 10 Mobile geben wird. Mit der Entwicklung des iOS-Pendants, das unter dem Codenamen Project Islandwood bekanntgeworden ist, scheint Microsofts Entwicklerteam dagegen weitaus besser voranzukommen.

Das Portierungstool soll Entwickler dabei unterstützen, iOS-Apps auf die Universal Windows Platform (UWP) zu bringen. Die iOS-Apps sollen dabei aber nicht emuliert werden, wie es bei den Android-Apps vorgesehen war. Stattdessen sollen Entwickler bereits existierenden Objective-C Code mittels eines Werkzeugs so umwandeln können, dass die Apps nativ unter Windows 10 laufen.

Windows Bridge für iOS: Neue Tools im Anmarsch

Im Windows-Blog hat Nick Gerard, Programm Manager der Windows Bridge für iOS, jetzt außerdem zwei Tools vorgestellt, die innerhalb der nächsten Wochen erscheinen sollen.

Beim ersten Tool handelt es sich um einen automatischen App-Analyzer. Entwickler sollen das Werkzeug nutzen können, um ihre App-Pakete (IPA) auf der Webseite hochzuladen und anschließend direkt im Browser eine Analyse darüber zu erhalten, ob die Portierung mit der iOS Bridge möglich ist und wieviel Aufwand damit verbunden ist. Besonders spannend aber ist, dass das Tool auch Tipps dazu abgeben soll, welche Schritte für die Arbeit mit der Bridge notwendig sind. Gerard erläutert:

You’ll be able to see exactly how much work you’ll have to do to bring your app to Windows, along with suggestions, tips and workarounds for any libraries you’re using that the bridge doesn’t support yet.

Als Starthilfe für Entwickler, die sich bisher noch nicht an das Portierungstool heran gewagt haben, will Microsoft in den kommenden Wochen zudem Virtual Machines (VMs) auf der neuen Informationsseite zum Download zur Verfügung stellen. Die VMs sollen Entwicklern Zugriff auf alle benötigen Dinge verschaffen, also Windows Bridge für iOS, Windows SDK, Visual Studio und Windows IoT sowie diverse Universal-Windows-Platform-Samples. Um unterschiedliche Virtualisierungsumgebungen bedienen zu können, will Microsoft, die VMs in vier verschiedenen vorkonfigurierten Paketen bereitstellen: Parallels, VMWare, VirtualBox und Hyper-V.

Neue Projekt-Informationsseite veröffentlicht

Die Windows Bridge für iOS steht bereits seit August Open Source auf Github bereit – Microsoft erhofft sich davon, die Wünsche von Entwicklern besser kennenzulernen und umsetzen zu können. Außerdem soll das Projekt so unter Mithilfe der Community weiter ausgebaut und vorangebracht werden. Um Entwickler stetig über den Stand des Projekts auf dem Laufenden zu halten, hat der Softwarekonzern jetzt eine neue Informationsseite veröffentlicht. Über diese sollen zukünftig auch verschiedene APIs sowie die Development-Roadmap des iOS-Portierungstools bereitgestellt werden.

Noch befinden sich die Tools in der Entwicklung – wer das Projekt unterstützen will, kann Microsoft seine IPAs zum Test mit der Analysepipeline bereitstellen, die Anmeldung hierzu erfolgt über das nachfolgende Formular. Alle weiteren Infos gibt’s im Windows-Blog.

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Dr. Holger Schwichtenberg (www.IT-Visions.de/5Minds IT-Solutions)

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Christian Nagel (CN innovation)

Aufmacherbild: drawing caricature of man and bridge above gap von Shutterstock / Urheberrecht: Sergey Nivens

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