WinObjC für iOS steht jetzt auf GitHub bereit

Windows Bridge: Preview der Portierungs-Tools für iOS jetzt Open-Source
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Eine der größten Überraschungen auf der Build-Konferenz im April dieses Jahres war sicherlich Microsofts Bekanntgabe, Windows 10 für Anwendungen konkurrierender Plattformen öffnen zu wollen. Konkret war die Rede davon, dass es Android und iOS-Entwicklern ohne großen Aufwand möglich sein soll, ihre Apps für das neue Microsoft OS anzupassen und im Windows Store zu veröffentlichen. Im Fall von iOS gibt es dazu spannende Neuigkeiten.

Microsoft hat sein Projekt Windows Bridge for iOS (oder WinObjC), jetzt unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlicht. Aktuell befinden sich die Porting-Tools für iOS im Preview-Status, das heißt, nicht alle auf der Build gezeigten Features sind aktuell verfügbar. Der komplette Source Code der Tools kann aber dennoch ab sofort auf GitHub eingesehen werden. Die finale Version der Windows Bridge Tools für iOS soll im Herbst folgen, neben einer ersten öffentlichen Beta der Windows Bridge Tools für Android. Diese stehen derzeit nur einem kleinen Kreis an ausgewählten Testern in der Technical-Preview zur Verfügung.

Windows Bridge Tools für iOS: Voraussetzungen und Starthilfe

Mithilfe der iOS-Bridge-Tools auf dem jetzigen Stand soll es Entwicklern möglich sein, iOS-Apps in native Windows-8.1- und Windows-10-Anwendungen umzubauen – jeweils für x86 and x64 Prozessorarchitekturen. Dazu steht eine Objective-C-Entwicklungsumgebung für Visual Studio/Windows und ein Support für die iOS-API-Kompatibilität bereit. Um WinObjC nutzen zu können, gibt es eine Reihe von Voraussetzungen. Man braucht:

  • Visual Studio 2015 with Windows developer tools. Visual Studio 2015 Community is available for free here. Select (at least) the following components during installation:
    1. Programming Languages -> Visual C++
    2. Universal Windows App Development Tools (all)
    3. Windows 8.1 and Windows Phone 8.0/8.1 Tools (all)

Auch für eine Einstiegshilfe in die Arbeit mit WinObjC ist gesorgt, auf GitHub wird diesbezüglich insbesondere die Sample-App WOCCatalog empfohlen, die einige iOS- and XAML- UI- Controls demonstriert. Alle weiteren Infos hierzu finden sich auf GitHub.

Was ist noch in der Entwicklung?

Für die Zukunft arbeite man daran, den Compiler mit ARM-Support auszustatten, sodass auch Anwendungen für Windows Phones angepasst werden können. Mit den angepassten iOS-Apps wird man folglich die komplette Bandbreite an Plattformen bespielen können – Desktop, Tablets und Smartphones. Die umgewandelten Android-Apps sollen The Verge zufolge dagegen nur auf Smartphones landen.

Daneben gibt es noch einige weitere Features, die aktuell noch nicht in den Porting-Tools eingebaut sind, darunter:

  • Autolayout
  • Storyboard support
  • MapKit
  • AssetsLibrary
  • AddressBook
  • Ads
  • Objective-C annotations
  • Media Capture and Playback

Feedback erwünscht

Mit den Neuerungen zielt Microsoft darauf ab, das Interesse von Android- und iOS-Entwicklern zu wecken, auch für die Windows-Plattform entwickeln. Auf diese Weise kann Microsoft nicht nur neue Kunden gewinnen, sondern auch den oftmals beklagten Mangel an nativen Windows-Apps auszugleichen. Da sich vieles noch im Entwicklungsstadium befindet, bedeutet die frühe Bereitstellung der Windows Bridge für iOS jedoch nicht, das man sich der finalen Version schon nähert. Man erhoffe sich aber, so schnell wie möglich erste Tester zu gewinnen, und aufkommendes Feedback umsetzen zu können. Nähere Infos dazu, wie man das Projekt voranbringen kann, gibt es auf GitHub.

Aufmacherbild: Golden Gate Bridge von Shutterstock / Urheberrecht: Pal Teravagimov

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