Top 5 UX-Analyse-Faktoren mit Google Analytics
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Wie User mit einer Website interagieren und welche User Experience sie dabei haben, sind zwei der wichtigsten Faktoren für das Designen einer Website – und gleichzeitig die Punkte, über die sich nur schwer zuverlässige Voraussagen treffen lassen.

Umso wichtiger ist darum das Einholen und Analysieren von Feedback zum Nutzerverhalten, um das Design so schnell wie möglich an die Anforderungen der User anzupassen. Petras Baukys erklärt, wie man Google Analytics dazu verwenden kann, ein solches Feedback in Form von statistischen Daten einzuholen.

Google-Analytics-Tracking zur UX-Recherche

Es gibt zahlreiche Tools auf dem Markt, mit denen Web-Designern die Arbeit bei der UX-Recherche vereinfacht werden soll. Eine Alternative zum Einsatz eines neuen Toolsets stellt Google Analytics dar, das einerseits umgehend Einblicke in das Nutzerverhalten erlaubt und andererseits weitere Vorteile mit sich bringt.

Dazu gehören die zahlreichen Visualisierungsmöglichkeiten sowie die große Flexibilität des Analyse-Tools. Zudem ist es leicht zu deployen und darüber hinaus als Basis-Account sogar kostenlos. Allerdings darf man dabei nicht vergessen, dass Google Analytics in erster Linie ein Marketingtool ist; für das Ausführen mancher Aufgaben wird darum meist dennoch ein spezielles UX-Tool benötigt.

Die grundsätzlichen Level des Google-Analytics-Trackings umfassen den Account, um individuelle Projekte oder Websites zu trennen, Properties, um nach einzelnen Interessen zu trennen, und Ansichten, in denen zum Beispiel eingehende Daten gefiltert und zusätzlich verarbeitet werden können, um unterschiedliche Zusammenhänge zu analysieren.

UX-Faktoren zum Tracking mit Google Analytics

Was also lässt sich mit Google Analytics verfolgen, um eine nützliche UX-Analyse durchführen zu können? Petras Baukys nennt dafür vor allem die folgenden fünf Punkte:

1. Standard-Seitenansicht-Tracking

Google Analytics stellt Nutzern automatisch einen Standard-Tracking-Code zur Verfügung, der verfolgt, wie User auf der Seite navigieren und gleichzeitig Informationen zum User sammelt – etwa, auf welcher Seite der Nutzer ein- und ausgestiegen ist oder welche Technologien er benutzt. Zudem lassen sich die Tracking-Codes mit virtuellen Page Hits versehen, um so die Interaktion der Nutzer mit der Seite besser verfolgen zu können.

2. Verhaltensfluss

Deutlich mehr Details zum Verhalten eines Websitesbesuchers bietet der Verhaltensfluss. Damit lässt sich zum Beispiel analysieren, wie sich User an einem bestimmten Punkt während des Websitebesuchs verhalten, was direkt vor oder nach dem Besuch einer bestimmten Seite passiert, oder welche Schritte in der Navigation am häufigsten misslingen.

3. Ziele und Trichter

Besonders interessant ist es natürlich, Daten zu den Zielen der Website zu sammeln und auszuwerten, ob diese erreicht werden. Typischerweise wird dabei zum Beispiel die Conversion analysiert, allerdings lassen sich die Ziele je nach Seitenkontext individuell anpassen. Trichter sind die Schritte, die User unternehmen müssen, um das Ziel der Website zu erreichen. Dafür lassen sich insgesamt bis zu 20 verschiedene Schritte pro Ziel definieren und anschließend auswerten.

Mit Zielen und Trichter lässt sich analysieren, wie erfolgreich die Website ihre Ziele erreicht oder an welchen Stellen das vorgegebene Szenario – etwa der Kauf eines Produkts – misslingt, sowie die generelle Performance des Szenarios überwachen.

4. Events

In Google Analytics können von Usern ausgeführte Einzelaktionen als Event markiert werden. Jedes Event wird dabei mit bis zu vier Properties definiert, etwa Kategorie, Aktion, Label oder Wert. Letztere sind dabei optional und ermöglichen das Verfolgen zusätzlicher Text- oder Numerikdaten.

5. Zeit

Bei vielen UX-Analysen wird das Messen der Zeit vernachlässigt, dabei liefert gerade dies wichtige Einblicke in die Nutzungsweise der User und den Erfolg der Website. So kann beispielsweise analysiert werden, wie lange bestimmte Aufgaben oder Aktionen dauern, an welchen Punkten in der Website User warten müssen, bevor sie die nächste Aktion ausführen können oder wie schnell User ihr Ziel auf der Website erreichen.

Es zeigt sich also, dass Google Analytics viele Möglichkeiten zur UX-Recherche bietet, wenngleich nicht alle genannten Features implementiert werden müssen. Welche Faktoren besonders wichtig für die Analyse sind, ergibt sich vor allem dadurch, was für den Webdesigner interessant ist und wo er die größten Probleme bei der User Experience der Seite sieht.

Aufmacherbild: Modern business workplace with tablet, laptop and some papers with charts, graphs and numbers on a desktop. von Shutterstock / Urheberrecht: Manczurov

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