Top-6-Trends für HTML5
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HTML5 bietet Entwicklern neue Ansatzpunkte, um das Web von morgen zu gestalten. Die Grundsatzfrage Web versus Native steht zwar noch im Raum, während die Diskussion aber im vollen Gang ist, verwischen

HTML5 bietet Entwicklern neue Ansatzpunkte, um das Web von morgen zu gestalten. Die Grundsatzfrage Web versus Native steht zwar noch im Raum, während die Diskussion aber im vollen Gang ist, verwischen die Grenzen zwischen mobilen Webapplikationen und nativen Apps. ReadWriteWeb hat das Jahr 2011 unter dem Gesichtspunkt von HTML5 Revue passieren lassen und sechs wichtige Trends ausgemacht.

1. Mobile First
Der HTML5-Wettlauf auf dem mobilen Sektor ist eingeläutet und beschäftigt sich ebenfalls mit der Frage: Web-App, oder native Lösung? Fakten schaffte die Financial Times in diesem Jahr, indem sie seine native App zurückzog und gegen eine Web-App ersetzte. Manche Beobachter erkennen darin schon den Trend hin zur Web-App. Sicher ist in jedem Fall, dass Webseiten zunehmend in Hinblick auf eine optimierte Darstellung auf Mobile Devices entwickelt werden. Der Trend zur Mobile-First-Entwicklung soll sich weiter verstärken.

2. Spiele-Entwicklung als Vorreiter
Finanziell gesehen profitieren Spieleentwickler davon, wenn sie an HTML5-Web-Apps statt an nativen Programmen arbeiten. Dadurch umgehen sie nämlich die 30 Prozent Provision an Apple, die sie sonst grundsätzlich im App-Store an den Riesen aus Cupertino abgeben müssten. Die Spiele-Entwicklung könnte hier so etwas wie eine Trendwende einleuten und als Vorreiter für die Verbreitung von HTML5 in Erscheinung treten.

3. Responsive Design
Das volle Potenzial wird HTML5 erst entfalten können, wenn auch in Sachen Design Fortschritte erzielt werden. Das Schlagwort lautet „Responsive Design“, mit dem es möglich wird, Inhalte auf jeden beliebigen Bildschirm darzustellen. Einen wichtigen Schritt in diese Richtung machte 2011 beispielsweise Boston Globe mit BostonGlobe.com. Ihre erste mobile Web-App wurde so gestaltet, dass sie auf allen Endgeräten und mit jeder Bildschirmgröße kompatibel ist. Dafür mussten manche Konzepte von der Picke auf neu entwickelt und umgesetzt werden, beispielsweise wie RespondJS mit Medienanfragen umgeht.

4. Device Access
Um die Grenze zwischen Web-App und Native-App vollends zu verwischen, ist es nötig, dem Browser Zugang zu den wichtigsten Funktionen der mobilen Endgeräte, wie etwa der Kamera, zu verschaffen.

5. Offline Caching
Offline Caching wird von der Community schon fieberhaft erwartet, zählt aber gleichzeitig zu den größten Herausforderungen für Entwickler. Apps können dann auch offline weiter ausgeführt werden. Das Paradebeispiel des Jahres war der Kindle Cloud Reader, eine Web-App von Amazon, die über den Browser Sync-Funktionalitäten erlaubt und alle Daten aus der Bibliothek des Users speichert. Firefox 6+, Chrome 11+, Safari 5+ und iOS 4+ unterstützen aktuell das Offline Caching.

6. Gereifte Entwickler-Tools
Unternehmen wie appMobi bieten immer ausgereiftere Werkzeuge für Mobile-Entwickler. Wichtige Framework- und IDE-Anbieter wie Sencha und Appcelerator mischen bei der Weiterentwicklung von HTML5 schon kräftig mit und werden 2012 neue Tools vorstellen.

Rückblickend war 2011 für HTML5 ein gutes Jahr und mit den angekündigten Neuerungen geht es für die Community spannend weiter. Die Top-Player, die wir 2012 weiterhin im Auge behalten sollten, sind neben Google, Facebook und Amazon auch appMobi, Sencha, Adobe und Appcelerator.

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