Top Secret! – diese Codenamen verwendet Microsoft aktuell
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Lange bevor ein Produkt offiziell vorgestellt wird, ist es meist schon unter seinem Codenamen bekannt. Und diese Codenamen können manchmal sogar richtig kreativ sein, oft sogar deutlich kreativer als

Lange bevor ein Produkt offiziell vorgestellt wird, ist es meist schon unter seinem Codenamen bekannt. Und diese Codenamen können manchmal sogar richtig kreativ sein, oft sogar deutlich kreativer als der letztendliche Produktname. Wer hätte nicht lieber ein Nokia Goldfinger besessen als ein weiteres Gerät mit langweiliger Zahlenkombination? Und klingt „Blue“ nicht viel ansprechender als „8.1“?

Wenn auf einer Entwicklerkonferenz wie der TechEd North America die neusten Produktentwicklungen vorgestellt werden, hört man Codenamen natürlich aus jeder Ecke. Microsoft-Expertin Mary Jo Foley hat genau zugehört und alle ihr zu Ohren gekommenen Codenamen zusammengefasst. Diesen nützlichen Überblick wollen wir auch Ihnen nicht vorenthalten:

  • Adams bezeichnet die nächste Version von Visual Studio, vermutlich mit der Jahreszahl 2014 versehen. Dies ist übrigens das erste Mal, dass eine VS-Version einen echten Codenamen bekommen hat, vorher waren immer Zahlen zum Einsatz gekommen.
  • Brooklyn ist das Azure Virtual Network, eine neue Netzwerktechnologie. Das Gegenstück dazu für Enterprise-Kunden trägt ebenfalls den Namen einer berühmten Brücke: ExpressRoute, anfangs als Golden Gate bekannt, stellt Netzwerkverbindungen zur Verfügung, die nicht über das Internet laufen.
  • Fort Knox ist ein neues Verschlüsselungsfeature für Office-365-Businesskunden. Es sorgt dafür, dass jede einzelne Datei in SharePoint Online und OneDrive for Business mit ihrem eigenen Key verschlüsselt wird.
  • Helios ist ein neues Feature in ASP.NET, das es Entwicklern ermöglicht, OWIN und den IIS Web Server einzusetzen.
  • Mohoro bezeichnet den neuen Azure RemoteApp Server, der den Remote-Zugriff zu verschiedenen Microsoft-Anwendungen herstellen kann. Zu Beginn sollen Windows-7- sowie -8-, iOS- und Android-Clients unterstützt werden, erst später sollen Windows Phone, Windows RT und Mac OS X hinzukommen.
  • Project K steht für die nächste Version von ASP.NET. Im Gespräch mit Microsoft-Entwicklern hat Foley herausgefunden, dass das K für Katana steht.

Aber das war noch lange nicht alles an Codenamen, die derzeit im Umlauf sind. Da wäre beispielsweise allen voran Windows „Threshold“, dessen endgültige Bezeichnung wohl Windows 9 lauten wird und das Anfang 2015 veröffentlicht werden könnte. Auch Nokia hat verschiedene Codenamen in petto, die nun vermutlich an Microsoft weitergegeben wurden.

Wenn das fertige Produkt dann erst einmal veröffentlicht wurde, werden die Codenamen, auf die man sich im Vorfeld stets bezogen hatte, meist recht schnell wieder vergessen. Doch das muss nicht immer so sein, denn manchmal schafft es ein Codename auch in das fertige Produkt. Als prominentestes Beispiel hierfür gilt derzeit Cortana in Windows Phone 8.1.

Aufmacherbild: Private detective searching for information von Shutterstock / Urheberrecht: SMA Studio

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