BASTA! Spring 2014 Countdown

TypeScript – die letzte Hoffnung für JavaScript-Hasser
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Wer findet, dass JavaScript nicht hinreichend typisiert und schlecht beherrschbar ist, bekommt durch TypeScript neue Hoffnung. Die Microsoft-Sprache wird nach JavaScript kompiliert und läuft daher in jedem Browser. Auf der BASTA! Spring 2014 stellt Dr. Holger Schwichtenberg diese letzte Hoffnung für JavaScript-Hasser im Detail vor. Wir haben ihm schon heute einige Fragen zum Thema TypeScript gestellt.

Windows Developer: Auf der BASTA! Spring 2014 hältst du eine Session mit dem Titel „TypeScript – die letzte Hoffnung für JavaScript-Hasser“. Ist es denn wirklich so schlimm, täglich mit JavaScript zu arbeiten oder ist das nur ein Vorurteil?

Dr. Holger Schwichtenberg: Ich denke, das ist wie bei so vielen Dingen im Leben eine Frage des persönlichen Standpunktes und der Ziele. Fakt ist, dass es viele Softwareentwickler gibt, die JavaScript nicht mögen. Bei einer Umfrage sagten 37 Prozent der Befragten über JavaScript: „I use it and I don’t like it“ und 23 Prozent sagen „I dont’t use it, and don’t want to“. Das sind in Summe 60 Prozent. Das beweist wohl, dass es kein Voruteil ist, sondern JavaScript wirklich einige Herausforderungen mitbringt. Gerne zitiere ich auch meine amerikanische Kollegin Julie Lerman: „how I’m learning more about using javascript: error by error by error“.

Windows Developer: Und was macht TypeScript im Gegensatz dazu besser?

Dr. Holger Schwichtenberg: Ein statisches Typsystem und echte OOP-Konstrukte wie Klassen, Schnittstelle und Vererbung, dazu ein guter Editor und Debugger. Dennoch läuft TypeScript in jedem Browser, weil es zu JavaScript kompiliert wird.

Windows Developer: Ist TypeScript wirklich die ultimative Lösung für alle „JavaScript-Hasser“ oder fehlen auch hier noch entscheidende Punkte zur reibungslosen Programmierung?

Dr. Holger Schwichtenberg: Es ist noch eine 0.9.x-Version. Sie ist zwar noch nicht perfekt, aber gut. Jedenfalls programmiere ich damit viel lieber als mit JavaScript.

Windows Developer: Was genau steckt hinter dem JavaScript-Trend, aus dem auch TypeScript hervorgegangen ist? Hätte man nicht einfach bei C# und WPF bleiben können?

Dr. Holger Schwichtenberg: WPF war ja von Microsoft ursprünglich als HTML-Nachfolger gedacht. Dann hätten wir sicher auch C# im Browser programmiert. Nur leider hat Microsoft den 100-prozentigen Marktanteil unter den Browsern nie erreicht. Daher hat sich die Welt nun auf den kleinsten gemeinsamen Nenner geeinigt und das ist eben HTML, CSS und JavaScript.

Windows Developer: Danke für das Gespräch, Holger. Wir sehen uns auf der BASTA!

© Dr. Holger SchwichtenbergDr. Holger Schwichtenberg ist Leiter des renommierten .NET-Expertennetzwerks http://www.IT-Visions.de, das zahlreiche Unternehmen in Europa durch Beratung, Schulung, Coaching und Support unterstützt. Zudem ist er Entwicklungsleiter beim Softwareentwicklungsdienstleister 5minds IT-Solutions GmbH & Co. KG http://www.5minds.de). Dr. Holger Schwichtenberg gehört durch seine Auftritte auf nationalen und internationalen Fachkonferenzen sowie zahlreiche Fachbücher für Addison-Wesley, Microsoft Press und den Hanser Verlag zu den bekanntesten .NET-Experten in Deutschland. Darüber hinaus ist er ständiger Mitarbeiter der Fachzeitschriften Windows Developer, dotnetpro und iX sowie bei heise.de. Von Microsoft ist er für sein .NET-Fachwissen  als Microsoft Most Valuable Professional (MVP) für ASP.NET ausgezeichnet. Sein Weblog finden Sie unter http://www.dotnet-doktor.de . Bei Twitter folgen Sie ihm unter „DOTNETDOKTOR“.

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