Typografie in WordPress-Seiten – 7 Plug-ins zum Anpassen der Schriftarten
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Das Web ist ein visuelles Medium, trotzdem unterschätzen viele Webdesigner den Einfluss, den die Wahl der richtigen Typografie auf die User Experience haben kann. Dabei ist es besonders wichtig, dass Textelemente einfach zu lesen sind und auch in ihrem Aussehen miteinander harmonieren; nicht zuletzt hängt von Typografie einer Website auch oft ihre Accessibility ab.

Gerade bei Websites, die mit vorgefertigten Systemen wie etwa WordPress erstellt werden, wird die Typografie aber durch die zahlreichen verfügbaren Themes mit fertig eingestellten Schriftarten oft unter den Teppich gekehrt.

Mit einigen nützlichen Tools und Plug-ins, die Sally Wood zusammengefasst hat, lässt sich allerdings auch bei WordPress-Seiten die Typografie den eigenen Wünschen anpassen und so dafür sorgen, dass sie positiv aus der Masse an Websites hervorsticht.

7 nützliche Typografie-Plug-ins für WordPress-Seiten

Es gibt unzählige WordPress-Tools und -Plug-ins, mit denen die Typografie auf der eigenen Website nach eigenem Gutdünken angepasst werden kann, ohne dabei sein eigenes Theme designen zu müssen. Viele der nachfolgend vorgestellten Plug-ins präsentieren Lösungen out of the box und eignen sich so auch für Einsteiger in die Welt der Typografie.

1. Easy Google Fonts

Google Fonts dürfte wohl die bekannteste Quelle für Web-Fonts sein und bietet dem Nutzer zahlreiche Vorteile. Mit dem WordPress-Plug-in Easy Google Fonts können die Open-Source-Schriftarten der eigenen WordPress-Seite hinzugefügt werden und sie im Zusammenspiel mit dem genutzten Theme in Realzeit vorab kontrolliert werden. Das Plug-in ermöglicht die Wahl aus über 600 verschiedenen Schriftarten sowie das Erstellen unbegrenzter Custom-Font-Controls; zudem wird derzeit an einer detaillierten Dokumentation gearbeitet.

2. Simple Pull Quote

Simple Pull Quote ermöglicht vor allem die Nutzung von Typografie als Design-Element, indem über einen „Pull Quote“-Button Zitate als grafisches Feature in die Website oder einen einzelnen Post eingefügt werden können. Allerdings ist das Plug-in nur mit WordPress-Versionen bis hin zu WordPress 4.0.1 kompatibel, was angesichts der bald kommenden Version 4.2 im Hinterkopf behalten werden sollte.

3. Simple Drop Cap

Mit Simple Drop Cap lässt sich der erste Buchstabe eines Posts in ein Drop Cap – also einen größeren Anfangsbuchstaben – umwandeln. Nutzer können aus verschiedenen Drop-Cap-Styles auswählen und diese auch für unterschiedliche Seiten oder Posts beliebig anpassen. Das Plug-in gibt es sowohl in einer kostenlosen, als auch als Pro-Version. Letztere kostet einmalig 10$ für eine oder 25$ für fünf Websites.

4. Lettering.js

Lettering.js ist ein leichtgewichtiger JavaScript-span-Injector mit dem einzelne Buchstaben und Textzeilen kontrolliert und Elemente verändert werden können. Genauso können auch Worte oder Zeilen aufgesplittet und jeweils mit einem eigenen Parameter versehen werden. Wir haben euch das Plug-in in der Vergangenheit schon einmal etwas näher vorgestellt.

5. Fonts

Fonts ermöglicht das Hinzufügen von zusätzlichen, vorher festgelegten Font-Styles zum WordPress-Editor. Im Gegensatz zu den regulären WordPress-Einstellungen vereinfacht das Plug-in die Arbeit mit Typografie jedoch deutlich.

6. Typekit Fonts for WordPress

Typekit Fonts for WordPress lässt den User alle Adobe Typekit-Schriftarten für die eigene WordPress-Website installieren und nutzen, ohne dabei das CSS des Website-Themes verändern zu müssen. Voraussetzung für die Nutzung ist allerdings ein Adobe Typekit-Account.

7. Use Any Font

Der Name dieses Plug-ins ist Programm. Use Any Font ermöglicht dem User die Nutzung jeder Schriftart auf der eigenen Website – wenn er sie im offiziellen Font-Format ttf oder otf vorliegen hat. Der Vorteil dieses Plug-ins ist zudem, dass man nicht von einem Third-Party-Server abhängig ist, sondern die Schriftarten auf dem eigenen Server gespeichert werden, was die Ladezeiten der Website deutlich verbessern kann.

Neben den vorgestellten nützlichen Plug-ins gibt es natürlich auch zahlreiche andere Tools, mit denen sich die Typografie der eigenen WordPress-Seite anpassen lässt. Dazu gehört zum Beispiel der Golden Ratio Typography Calculator, mit dem sich das Zusammenspiel verschiedener Typeface- und Schriftart-Einstellungen überprüfen lässt, oder Tools wie Typecast, The Web Font Combinator und Typesetter, die ähnliche Dienste anbieten.

Angesichts der Menge an verfügbaren Tools und Plug-ins wird so schnell deutlich, dass auch bei WordPress-Seiten viel Spielraum für die Arbeit mit Typografie bleibt und man nicht immer auf die out-of-the-box-Lösungen von WordPress zurückgreifen muss, sondern der eigenen Website leicht seinen eigenen Stil in die Typografie der Seite einbringen kann.

Type is Visible Language

Erik SpiekermannTypographie ist im Web Design ein unerlässliches Designelement – immerhin besteht das Web aus mehr Schrift als aus irgend etwas anderem. Diesem Thema widmet sich auch Erik Spiekermann in seiner Keynote Type is Visible Language auf der webinale 2015.

Alle weiteren Informationen zum Programm und den Speakern findet ihr unter webinale.de. Und wer sich bis zum 26. März 2015 anmeldet, kann von attraktiven Frühbucherrabatten profitieren.

Aufmacherbild: Old typography. Old Metallic Letters and cases. von Shutterstock / Urheberrecht: Kostas Kalomiris

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