Mozilla und Unity im Web – die Spieler freut es

Unity Game Engine mit WebGL-Support
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Im Moment fällt es dem grafikverwöhnten Videospieler schwer, nicht mit großen Staunen die Entwicklungen im Bereich Games im Web zu beobachten. Denn nach der Unreal Engine 4 findet die Unity Game Engine ebenfalls ihren Weg in den Browser – ebenfalls mit tatkräftiger Unterstützung von Mozilla.

Mozilla und Unity machen gemeinsame Sache und haben in diesem Zug neue Entwicklungstools vorgestellt, mit denen sich Spiele, die auf der Unity Game Engine basieren, ins Web portieren lassen. Damit kommt kurz nach der Unreal Engine 4 der nächste Big Player ins Web, der die Welt der Browser Games auf den Kopf stellen könnte.

Ermöglicht wird das vor allem durch das Commitment von Unity zu WebGL. Mit dieser Technologie ist es möglich, ohne die Installation von Plug-ins Spiele direkt im Browser zu spielen. Der Spieler benötigt dazu nur einen modernen Browser mit WebGL-Unterstützung – geboten bekommt er dafür ein Spiel, dessen Performance erstaunlich nah beim nativen Pendant liegt.

Extra für solche Anwendungsfälle bietet Unity ein Add-on für die Game Engine, die den Export eines Projekts in WebGL ermöglicht. Zum Einsatz kommt dabei natürlich – wie bei der Unreal Engine auch – asm.js.

asm.js ist dabei ein von Mozilla initiiertes Projekt, das eine Brücke zwischen JavaScript als Sprache und ihrer Verwendung als Zielplattform für andere Sprachen schlagen soll. Weitere Hintergründe zu diesem Bereich bietet Jakob Westhoffs Artikel JavaScript als Plattform, in dem auch auf technische Details eingegangen wird.

Spieleentwickler haben nun dank Mozillas Bemühungen mit dem Web eine weitere, beeindruckende Plattform, auf der sie ihre Spiele veröffentlichen können. Einer Prognose von statista zufolge wird im Jahr 2014 ein weltweiter Umsatz von 30,5 Milliarden US-Dollar in der Videospielbranche erwartet. Beachtet man dabei die Zahlen im Bereich der Browsergames – laut BIU/GFK hatte man alleine in Deutschland im letzten Jahr 348 Millionen Euro mit Abonnementgebühren und Zusatzinhalten umsetzen können – lässt sich erahnen, welch immenser Markt nur darauf wartet, durch neue, grafikintensive Spiele, für neue Zielgruppen erschlossen zu werden.

Mit der kommenden Version der Unity Engine kann es losgehen. Man darf gespannt sein, wie sich der Markt in ein bis zwei Jahren entwickelt haben wird.

Aufmacherbild: The game controller on a background von Shutterstock / Urheberrecht: Neveshkin Nikolay

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