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Wie man die UX und SEO der eigenen Webseite verbessert

Performance-Ratgeber: Die 3 häufigsten Content-Fehler
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Die Performance von Content-Management-Systemen kann nicht nur durch technische Mängel, sondern auch durch inhaltliche Elemente stark beeinträchtigt werden. Solche Content-Fehler sind nicht nur frustrierend für die User, sondern auch schlecht für das eigene SEO-Ranking. Doch kein Grund zur Sorge: Die häufigsten Fehlgriffe lassen sich mithilfe einiger Tipps und Tricks vermeiden.

Content-Fehler treten in der Regel immer dann auf, wenn stetig Inhalte auf ein System hochgeladen werden, ohne sich der Konsequenzen bewusst zu sein. Denn oft kommt es vor, dass sich die Personen, die für die inhaltliche Gestaltung einer Webseite verantwortlich sind, nicht ausreichend genug mit Content-Management-Systemen auskennen.

Auch wenn sie täglich mit den Frameworks arbeiten und die herkömmlichen Abläufe sitzen: Nur die wenigsten wissen, was sie da eigentlich tun. Genauso wenig sind sie über die Best Practices einer guten Web Performance unterrichtet – aber das müssen sie auch gar nicht. Zur Fehlervermeidung ist es ratsamer, genügend sogenannte „Sanity Checks“ („Gesundheitsüberprüfungen“) in das System zu integrieren.

#1: Überdimensionaler Content

Der bekannteste Content-Fehler ist das Hochladen überdimensionierter Bilddateien. Die Größe von Images wirkt sich entscheidend auf die Ladezeit einer Webseite aus. Es macht einen beträchtlichen Unterschied, ob ein Bild nur wenige Kilobytes oder mehrere Megabytes umfasst. Insbesondere mobile User leiden unter großen Dateiformaten: Das Laden kostet nicht nur wertvolles Datenvolumen, sondern wirkt sich auch negativ auf die Akkulaufzeit aus.

Die meisten Nutzer greifen heutzutage auf Smartphones oder Tablets zurück, um im Netz zu surfen. Lange Ladezeiten schränken daher nicht nur die User Experience mobiler Anwender ein, sondern gefährden auch die Konversion der eigenen Webseite. Der Grund: Die meisten verlassen eine Homepage wieder, wenn sie nicht innerhalb von zwei Sekunden geladen ist.

Abhilfe durch Plugins

Die meisten Content-Management-Systeme bieten unterschiedliche Plugins an, um das Problem überdimensionaler Bilddateien in den Begriff zu bekommen. Die Bilder werden während des Uploads automatisch komprimiert und auf Maximalgröße skaliert; zudem werden auch passende Thumbnails erstellt. Als Administrator eines Systems lohnt es sich also, das Plugin-Verzeichnis seines CMS einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Es ist generell ratsam, die maximale Größe von Uploads einzuschränken. Wer nicht soweit gehen möchte, sollte zumindest ein passendes Plugin installieren, welches die User beim Hochladen zu großer Anhänge warnt.

Auch ist es sinnvoll, die Web-Server-Logs zu überwachen und den Content-Length-Header im Auge zu behalten. Ebenfalls in Erwägung gezogen werden können regelmäßige Sanity Checks für Downloads, die gewisse Datengrenzen übersteigen.

#2: Verschwundener Content durch fehlerhafte Links

Die Links auf einer Webseite immer aktuell zu halten, ist eine schwierige Aufgabe – insbesondere dann, wenn der verlinkte Inhalt ohne eigenes Verschulden nicht mehr erreichbar ist. Aber auch selbstverschuldete 404-Benachrichtigungen haben erhebliche Nachteile.

Sie wirken sich negativ auf die User Experience einer Homepage aus, da die Nutzer nicht mehr an die Inhalte kommen, die sie wollen. Auch das eigene SEO-Ranking wird in Mitleidenschaft gezogen, da die Suchmaschinen die Inhalte einer Webseite nicht mehr vollständig auslesen können. Nicht vergessen werden sollten zudem die Performance-Einbußen. Die Serverauslastung und die CPU-Belastung sind bei schlechten Anfragen höher, da sie spezielle Fehlerbehandlungen benötigen.

Wer regelmäßig seine Links überprüft, steigert nicht nur die User Experience und das SEO-Ranking seiner Seite, sondern schont auch die Hardware. Man muss allerdings nicht jeden Link einzeln überprüfen: Im Netz findet man eine Reihe unterschiedlicher Tools, die einem die Arbeit abnehmen.

#3: Ungenutzter Content

Wer sein CMS nur mit Inhalten füttert und nicht von Zeit zu Zeit irrelevanten Content löscht, belegt mehr Speicherplatz (Live-Content + Backups) als notwendig. Im Laufe der Zeit führt das nicht nur zu höheren Kosten, sondern auch zu Performance-Einschränkungen.

Je mehr ungenutzte Inhalte auf dem Server liegen, desto langsamer werden die übrigen Bereiche des Systems. Beispielsweise muss bei Suchanfragen überwiegend bedeutungsloser Content analysiert und mehr Indizes erstellt werden – schlechte Bedingungen für eine gute User Experience.

Die Power von Web Analytics

Mithilfe von Web-Analytic-Tools kann das Problem behoben werden. Durch die Analyse-Werkzeuge ist es möglich, die eigenen Inhalte entsprechend ihrer Zugriffsraten zu kategorisieren. Sporadisch oder überhaupt nicht besuchte Seiten sollten aus dem Netz genommen werden. Erfolgen seitens der User keine Reaktionen oder Beschwerden, kann man den Content guten Gewissens löschen.

Mithilfe der Tools kann ebenfalls bestimmt werden, nach was die User suchen und welche Seiten sie finden. Indem man den Klick-Pfad der Nutzer nachverfolgt, kann man feststellen, ob sie mit den angebotenen Inhalten glücklich waren oder weiter gesucht haben. Stellt sich heraus, dass viele den gleichen Content als wenig nützlich einstufen, kann man ihn entweder überarbeiten oder bei mangelnder Aktualität gleich ganz entfernen.

Durch das Verfahren kann außerdem in Erfahrung gebracht werden, ob bestimmte Inhalte überhaupt von den Usern gefunden werden können. Sollte zu einem Thema ein relevanter Beitrag nur selten oder gar nicht von den Nutzern angeklickt werden, ist man gut beraten, die Suchbegriffe entsprechend anzupassen.

Ein so großer Aufwand lohnt sich nicht immer. Die Einbindung eines Buttons, mithilfe dessen die User angeben können, ob gewisse Inhalte für sie nützlich waren oder nicht, kann jedoch den Arbeitsaufwand deutlich verringern.

Aufmacherbild: Vector illustration of flat vintage typewriter via Shutterstock / Urheberrecht: vasabii

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