ValueAct Capital will Sitz in Microsofts Vorstand
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Angeblich strebt ValueAct Capital einen Sitz im Vorstandsgremium Microsofts an und befindet sich bereits in aussichtsreichen Gesprächen, wie ZDNet jetzt berichtet. Experten gehen davon aus, dass ValueAct

Angeblich strebt ValueAct Capital einen Sitz im Vorstandsgremium Microsofts an und befindet sich bereits in aussichtsreichen Gesprächen, wie ZDNet jetzt berichtet. Experten gehen davon aus, dass ValueAct seine Aktienanteile in diesem Zuge von derzeit etwa 0,4 Prozent deutlich aufstocken wird. Erst im April dieses Jahres sorgte der Fund ValueAct Capital Management für Schlagzeilen, als man sich mit zwei Milliarden Dollar an Microsoft beteiligte.

ValueAct Capital, das im Juni 2000 zur Verwaltung der Vermögen seiner drei Initiatoren gegründet wurde, verwaltet inzwischen nach eigenen Angaben ein Vermögen von über zehn Milliarden US-Dollar und setzt auf „konstruktive Beteiligung“ in den Unternehmen, in die es investiert. Daher ist es nur konsequent, dass ValueAct nun seinen Einfluss bei Microsoft vergrößern möchte. ValueAct CEO Jeff Ubben genießt den Ruf, im privaten Kreis mit den Managern eines Unternehmens grundlegende Änderungen in der Strategie der Unternehmen durchzuführen. Unklar ist jedoch, ob ein Engagement ValueActs als Angriff auf CEO Steve Ballmer gedeutet werden kann. Während Ubben diesbezüglich keine öffentliche Stellung bezog, betonte ValueAct, dass man glaube, dass Investoren das Potenzial der zukunftsweisenden Vermarktung von Unternehmenssoftware und Back-End-Infrastrukturen über die Cloud noch nicht voll erkannt hätten. Innerhalb einer Zeitspanne von drei bis fünf Jahren, so erwartet Ubben, wird Microsoft zur weltweit größten Cloud-Firma aufsteigen.

Nichtsdestotrotz reißen die Gerüchte um Steve Ballmer nicht ab. Die neuesten Geschäftszahlen stärken die Position des CEOs dabei sicherlich nicht und auch die Verluste bei dem Verkauf des Surface RTs sind für viele ein Indiz dafür, dass sich Microsoft bei seiner Neuausrichtung als Dienstleistungsunternehmen und Gerätehersteller verspekuliert haben könnte. Der Aktienkurs reagierte mit einem deutlichen Rückgang um elf Prozent.

Allerdings sagte Ballmer gegenüber der Seattle Times, dass es bereits einen Plan für seine Nachfolge gäbe. Details nannte der 57-Jährige allerdings nicht. Mary Jo Foley von ZDNet verwies zudem auf ein Zitat aus dem Jahr 2008, in dem Ballmer verkündete, er wolle als CEO zurücktreten, sobald sein jüngster Sohn das College besucht, was in etwa in fünf Jahren soweit sein dürfte.

Rückendeckung erhält Ballmer von Microsoft-Gründer und Hauptanteilseigner Bill Gates.

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