Tipps und Tricks rund um .NET und Visual Studio

Verbesserter Solution Explorer in Visual Studio 2012
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Dr. Holger Schwichtenberg (MVP) und FH-Prof. Manfred Steyer teilen in der Kolumne „.NETversum“ ihr Expertenwissen rund um .NET-Tools und WPF mit.

Der Solution Explorer ist der Dreh- und Angelpunkt der Arbeit in der Entwicklungsumgebung. Nachdem er lange unverändert blieb, hat Microsoft ihn inzwischen deutlich erweitert. In den Visual Studio 2010 Power Productivity Tools gab es einen Solution Navigator als Alternative zum Solution Explorer. Der neue Solution Explorer in Visual Studio 2012 entspricht dem Solution Navigator.

Der neue Solution Explorer zeigt nicht nur Dateien, sondern für Codedateien auch deren innere Struktur, d. h. die darin enthaltenen Klassen mit ihren „Innereien“, also Attributen und Methoden, ggf. auch den eingebetteten Klassen. Man kann die einzelnen Teile so direkt anspringen.

Das Eingabefeld Search Solution Explorer erlaubt eine Suche über Dateinamen und optional auch über die Klassennamen, Methoden- und Attributnamen. Erstmals seit der Einführung des Solution Explorers im Jahr 1993 (im Rahmen von Visual Basic 3.0, vgl. [1]) erlaubt das Werkzeug jetzt die Suche über Dateinamen und die Dateistruktur. Das Kontextmenü verhält sich abhängig zum gewählten Elementtyp, z. B. bei Methoden werden im Kontextmenü die Optionen Calls, Is Called By, Is Used by und New Solutions Explorer View angezeigt.

Mit der Funktion Scope to this kann man die Ansicht im Solution Explorer auf den aktuellen Ast beschränken (z. B. eine Projektmappenordner, ein Projekt oder einen Ordner in einem Projekt). Mit den Pfeilen in der Symbolleiste kann man zwischen verschiedenen Ansichten wechseln. Mit der Funktion New Solution Explorer View kann man weitere Instanzen des Solution-Explorer-Fensters erzeugen – ausgehend von der aktuellen Position.

Die Symbolleiste bietet mit Collapse All eine lang vermisste Funktion, den Baum des Solution Explorers komplett einzuklappen. Zudem kann man nun filtern: Nur geöffnete Dateien oder nur Dateien mit Änderungen, die noch nicht im Versionsverwaltungssystem eingecheckt sind.

Abb. 1: Anzeige der „Innereien“ einer Codedatei im Solution Explorer

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