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Verliert Mozilla die Google-Millionen?

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Der Firefox-Browser wurde über die Jahre immer beliebter. Nach und nach gewann er neue Marktanteile und wurde nach Microsofts Internet Explorer als meistgenutzter Browser gehandelt. Erstmals muss die

Der Firefox-Browser wurde über die Jahre immer beliebter. Nach und nach gewann er neue Marktanteile und wurde nach Microsofts Internet Explorer als meistgenutzter Browser gehandelt. Erstmals muss die hinter dem Projekt stehende Mozilla Stiftung einer Trendwende entgegen blicken.

Laut Statcounter nutzen 52,26 Prozent der Deutschen den beliebten Webnavigator. Im weltweiten Vergleich streitet er sich im Moment mit Googles Chrome um Platz zwei. Beide liegen, mit knapp über 25 Prozent, fast gleich auf.

Source: StatCounter Global Stats – Browser Market Share

Problematisch scheint indes die weitere Finanzierung des Firefox-Projekts. Der bis November 2011 laufende Vertrag mit Google, der den Suchmaschinenriesen als Standard im Firefox integriert, hat bislang über 80 Prozent der Einnahmen ausgemacht. Andere Anbieter wie eBay oder Yahoo, die auch in die Suchbox eingebunden sind, zahlen im Vergleich nur Kleckerbeträge. Einzig Bing alias Microsoft könnte als neuer und bedeutender Kooperationspartner interessant werden, sollte Google über kurz oder lang die Partnerschaft beenden. Seit Mitte Oktober gibt es jedenfalls schon eine maßgeschneiderte ,Firefox with Bing’ Version, die alle Einstellungen und Präferenzen an die noch wenig populäre Bing-Suchmaschine anpasst.

Die Mozilla Foundation hängt aber noch lang nicht in den Seilen. In einem Spiegel-Interview räumte die Stiftungsleiterin Mitchell Baker ein, dass es ein finanzielles Polster zur Absicherung gäbe, sollten sich die Einnahmen einmal ändern. Die Unabhängigkeit sei also weiterhin gewährleistet. 2006 hatte Mozilla ein Vermögen von rund 74 Millionen Euro. Im Jahr 2010 wurden sogar 168 Millionen verzeichnet. Dem gegenüber stehen immerhin stolze 87 Millionen an Ausgaben für Softwareentwicklung, Verwaltung und Marketing, wobei letztere den geringsten Teil ausmachen.

Wie die Zukunft um den beliebten Web-Browser aussehen wird, und ob Google seinem Mitkonkurrenten Bing das Feld überlässt, wird sich noch zeigen. Klar ist aber, dass es Firefox nicht einfach haben wird, gerade weil das Unternehmen im mobilen Sektor bislang noch wenig Fuß gefasst hat.

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