Vermarktung von PHP-Software
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Kommerzielles Open Source
Bevor es gleich darum geht, wie sich Softwarehersteller oder Systemintegratoren im PHP-Umfeld am besten vermarkten, sei darauf hingewiesen, dass dieser Artikel keine spezifischen

Kommerzielles Open Source

Bevor es gleich darum geht, wie sich Softwarehersteller oder Systemintegratoren im PHP-Umfeld am besten vermarkten, sei darauf hingewiesen, dass dieser Artikel keine spezifischen Tipps zum Marketing komplett poprietärer Software geben wird. Stattdessen wird es hier nur um kommerzielles Open Source gehen, also darum, wie ein Hersteller sein in PHP geschriebenes Open-Source-Produkt an den Mann oder die Frau bringen kann, beziehungsweise wie ein Systemintegrator, der solche Software einsetzt, im Markt bestehen kann.

Diese Einschränkung ist dem Umstand geschuldet, dass sich die Marketingagentur des Autors dem Open-Source-Gedanken verschrieben hat und deshalb nur in diesem Bereich tätige Unternehmen unterstützen will. Natürlich gibt es legitime Open-Source-Geschäftsmodelle, die auch Anteile an proprietärem Code vorsehen – davon war weiter oben schon die Rede. Ohnehin gelten die meisten der hier gegebenen Empfehlungen unabhängig von der gewählten Softwarelizenz, weil es sich um allgemeingültige Regeln des Marketings handelt.

Offen kommunizieren

Aus der Sicht des Marketings hat Open Source entscheidende Vorteile. Mit entsprechend lizenzierter Software, die weltweit über das Internet kostenlos heruntergeladen und ausprobiert werden kann, lockt man die gesamte potenzielle Käuferschicht. Auf diese Weise nutzt Open Source das Internet als Vertriebskanal optimal aus. Allerdings reicht der Download allein nicht aus, um ein Open-Source-Produkt im Markt bekannt zu machen. Anders ausgedrückt: Nur weil meine Software kostenlos heruntergeladen werden kann, wissen die anderen noch nicht, dass es sie gibt.

Hier kommt das Marketing ins Spiel, denn seine Aufgabe ist die Kommunikation mit potenziellen und existierenden Kunden. Auch das Marketing von Open-Source-Software kann sich optimal des Internets bedienen, um weltweit Zielgruppen zu erreichen. Leider hat das Marketing unter Programmierern allzu oft ein negatives Ansehen. Dies liegt meist daran, dass Marketing fälschlicherweise mit Werbung gleichgesetzt wird. Jedoch hat die Vermarktung von Software nichts mit den manipulativen und nervtötenden Werbeblöcken gemein, wie wir sie vom Fernsehen kennen.

Stattdessen geht es beim Marketing von Open-Source-Software um die Bereitstellung nützlicher Informationen für Käufer und Anwender. Im weitesten Sinne umfasst das Marketing die unternehmensweite Kommunikation, also auch den Informationsaustausch innerhalb des Unternehmens und vor allem auch mit der Entwickler-Community.

Dies gilt zuallererst für die Hersteller von Open-Source-Produkten. Ihr Wohl und Wehe hängt davon ab, wie gut sie sich nach außen hin darstellen, denn schließlich ist der Erfolg des Produkts eng mit dem Namen der Firma verbunden (und manchmal auch, wie bei MySQL, identisch). Für Systemintegratoren wiederum ist es wichtig, einen guten Draht zu den Open-Source-Communities zu haben, deren Software sie in Kundenprojekten einsetzen.

Eine erfolgreiche Marketingkommunikation von Herstellern als auch Systemintegratoren bezieht alle Teilnehmer eines Open-Source-Ökosystems mit ein, wozu vor allem Kunden, Partnerfirmen und Programmierer gehören. Am offensichtlichsten ist dies für Hersteller von Open-Source-Produkten, da zum Beispiel ein Softwareentwickler, der im Forum des Projekts schlaue Fragen stellt, möglicherweise für ein Unternehmen arbeitet, das ein Kunde oder eine Partnerfirma werden könnte. Diese Sichtweise betrachtet die Community nicht nur als eine Gruppe von Programmierern, sondern als Gemeinschaft aller am Produkt interessierten Personen.

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