Cheeeeze!

Verwendung des Instagram API in PHP
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„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.“ Dieses Zitat erklärt vielleicht den kometenhaften Aufstieg des sozialen Netzwerks Instagram, das sich nur um Fotos dreht. Vor zwei Jahren noch mit einem Hundebild als erstem Upload gestartet, wurde das Netzwerk mittlerweile zum teuersten Zukauf für Facebook. Mittlerweile hat Instagram 80 Millionen registrierte User. Da wird es Zeit zu lernen, wie Sie das Instagram API aus PHP heraus nutzen können.

Instagram folgt einem sehr einfachen Konzept: Jeder Nutzer muss sich die Instagram-App auf seinem Smartphone installieren und sich im Netzwerk registrieren. Über diese App können Sie Fotos schießen und mit einfachen, aber sehr beliebten Filtern nachträglich bearbeiten. Jedes Foto können Sie mit Tags versehen und danach in Ihren Instagram-Account stellen. Ähnlich wie bei Twitter können Sie anderen Nutzern folgen, deren Fotos kommentieren oder auch einfach nur „liken“. Der Erfolg des Netzwerks beruht sicher auf zwei Punkten:

Zum einen ist die eine Hälfte der Menschheit begeistert von den Filtermöglichkeiten (während die andere Hälfte die verfremdeten Bilder hasst), und zum anderen ist die App extrem einfach zu bedienen. Abbildung 1 zeigt nahezu fast alle Funktionen der App: den eigenen Feed ansehen, nach populären Fotos suchen, ein Foto machen, Kommentare und Likes für die eigenen Fotos ansehen und das eigene Profil bearbeiten.

Abb. 1: Die Instagram iPhone-App

Abb. 1: Die Instagram iPhone-App

So beliebt die Instagram-App für iOS und Android ist, so enttäuschend ist für viele Instagram-Nutzer die Website. Abbildung 2 zeigt alle Funktionen, die Instagram via Web anbietet: Sie können ein Foto „liken“ oder kommentieren und dem Nutzer des aktuellen Fotos folgen.

Abb. 2: Das Instagram-Webinterface ist sehr spartanisch

Abb. 2: Das Instagram-Webinterface ist sehr spartanisch

Für viele Netzwerke wäre eine so spartanische Website sicher ein großes Problem, Instagram hat aus der Not jedoch eine Tugend gemacht: Statt die eigene Website zu einem kompletten Client auszubauen, bietet Instagram nahezu alle Funktionalitäten (mit Ausnahme des Foto-Uploads) als API an und vertraut darauf, dass andere den perfekten Webclient schreiben. Eine solche Webanwendung ist zum Beispiel Gramfeed, die ein komfortables Browsen der Fotos im Web ermöglicht und auf dem API aufsetzt.

Registrierung für das API

Wollen Sie nun auf Ihrer Website auch Instagram-Funktionalitäten einbinden, müssen Sie sich für das API registrieren. Dazu müssen Sie zuerst ein Instagram-Konto eröffnen (was Sie nur über die App tun können) und gehen dann in den Instagram-Developer-Bereich.

Dort finden Sie unter „Manage Clients“ den Button REGISTER A NEW CLIENT, über den Sie eine neue Anwendung für das API registrieren können. Für die Registrierung eines neuen Clients benötigen Sie einen Namen und eine Beschreibung, die Sie frei wählen können. Weiterhin müssen Sie einen Website-URL und eine OAuth-redirect_uri angeben. Für diese beiden Optionen können Sie zum Start getrost http://localhost/ angeben; alle Daten können später beliebig oft geändert werden.

Nach der Registrierung erhalten Sie von Instagram eine CLIENT ID und ein CLIENT SECRET. Diese beiden Werte benötigen Sie für die Authentifizierung bei API-Calls und identifizieren dabei Ihre Anwendung. Geben Sie diese Daten also nicht weiter und legen Sie sie auch nicht in ein Verzeichnis, in dem sie über den Webserver ausgelesen werden können. Wie Sie diese beiden Werte verwenden müssen, lernen Sie später im Artikel.

Die Nutzung des Instagram-API ist aktuell kostenlos, jedoch auf 5.000 Anfragen von einer Anwendung oder einem Nutzer (sofern Ihre Anwendung Anfragen im Namen des Nutzers macht) beschränkt. Dieses Limit sollte für die meisten Anwendungsfälle ausreichend sein.

Kasten: Lizenzbedingungen des Instagram API

So einfach die Instagram-App ist, so verblüffend einfach sind auch die Bedingungen bei der Nutzung des API. Sie müssen dabei nur fünf einfachen Regeln folgen:

  1. Die Fotos gehören den Nutzern. Ihre Anwendung muss diese Rechte beachten.
  2. Sie dürfen den Namen „Instagram“ nicht in Ihrer Applikation verwenden.
  3. Sie dürfen das API nicht verwenden, um die Fotos der Nutzer zu speichern, ohne dass diese vorher ihr Einverständnis gegeben haben. Das ist auch nicht nötig, da die Fotos auf einem CDN gehostet werden.
  4. Sie dürfen die User Experience der Instagram-Website oder -App nicht in Ihrer Anwendung nachbauen.
  5. Sie dürfen das API nicht missbrauchen. Sollten Sie zum Beispiel 5000 Anfragen in 10 Sekunden machen, wird ihr Account sicher deaktiviert.

Themen der kommenden Seiten:

  • Instagram-API: Beliebte Fotos
  • Daten abrufen und verarbeiten: Und nun mit PHP
  • Thumbnails und Links: Anzeige der Fotos
  • Geolocation: Fotos in meiner Nähe
  • Personalisierung
  • OAuth2 und Instagram
  • Weitere Möglichkeiten des Instagram-API

Weiter mit: Teil 2

Alle Teile: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5

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