Kolumne: .NETversum

Visual Studio 2010 Power Productivity Tools und Windows-7-Integration
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Dr. Holger Schwichtenberg (MVP) und FH-Prof. Manfred Steyer erklären den richtigen Umgang mit den Visual Studio 2010 Power Productivity Tools und wie man die Windows-7-Integration mit WPF 4 durchführen kann.

Tools: Visual Studio 2010 Power Productivity Tools

Die Visual Studio 2010 Power Productivity Tools sind eine kostenfreie Ergänzung zu Visual Studio 2010, die jeder Entwickler installieren sollte, denn der Editor und die Entwicklungsumgebung werden hierdurch stark verbessert und ergänzt. Microsoft hat hier vieles von dem hineingepackt, was zum Erscheinungstermin von Visual Studio 2010 im April 2010 nicht rechzeitig fertig wurde. Seitdem wird das Erweiterungspaket ständig weiterentwickelt. Die aktuelle Version ist vom Mai 2011 und das nur 1,5 Megabyte große Setup (ProPowerTools.vsix) umfasst viel mehr als die Dateigröße vermuten lässt.

Allen voran ist der ADD REFERENCE-Dialog zu nennen, in dem man nun auch suchen kann (Abb. 1). Der in Visual Studio 2010 mitgelieferte Dialog ist aufgrund der asynchronen Befüllung ja eine Verschlimmbesserung gegenüber Visual Studio 2008. Der Dialog aus den Power-Productivity-Tools ist hingegen sehr produktiv.

Abb. 1:
Abb. 1: „Add Reference“-Dialog in den Power-Productivity-Tools

Der Suchdialog (CTRL + F) schmiegt sich nun oben in die Ecke des Editorfensters, statt permanent auf dem Bildschirm zu stören. Die Navigation im Quellcode wird einfacher durch die Scroll Map (Abb. 2).

Abb. 2: Neuer Suchdialog und Scroll Map in den Power-Productivity-Tools
Abb. 2: Neuer Suchdialog und Scroll Map in den Power-Productivity-Tools

Visual Studio zeigt seit Langem für jede geöffnete Codedatei im Hauptbereich eine Registerkarte. Mit den Visual Studio 2010 Productivity Power Tools hat Microsoft die Verwaltung der Registerkarten für die geöffneten Dateien erheblich verbessert (Abb. 3):

  • Registerkarten aus verschiedenen Projekten werden farblich anders dargestellt. Die Farben sind in den Visual-Studio-Einstellungen wählbar. Man kann die Farben auch auf der Grundlage von regulären Ausdrücken auf Basis des Dateinamens vergeben lassen.
  • Registerkarten werden auf Wunsch seitlich vertikal angeordnet.
  • Der Benutzer kann Registerkarten „festheften“, damit diese immer sichtbar sind. Optional können Sie in einer eigenen Zeile oder Spalte angezeigt werden.
  • Man kann das Symbol wählen, mit dem Visual Studio in der Registerkarte anzeigt, dass eine Datei im aktuellen Zustand noch nicht gespeichert wurde.
Abb. 3: Tab Well in den Power-Productivity-Tools
Abb. 3: Tab Well in den Power-Productivity-Tools

Der Solution-Navigator (Abb. 4) vereint Funktionen als Solution Explorer und Klassenbrowser (auch mit Suchfunktion). Weiterhin bieten die Power-Productivity-Tools Folgendes:

Abb. 4: Solution-Navigator in den Power-Productivity-Tools
Abb. 4: Solution-Navigator in den Power-Productivity-Tools
  • Automatisches Einfügen von schließenden Klammern für (), {}, [], , “ “ und ‚ ‚
  • Gleichzeitiges Einfügen des Semikolons und des Zeichenumbruchs in C# mit Shift + Enter
  • Organisieren und Entfernen von Importanweisungen in Visual Basic (wie bisher schon für C#)
  • Hervorheben der aktuellen Codezeile durch einen grauen Balken
  • Einfachere Verwaltung vertikaler Hilfslinien im Codeeditor (das war bisher nur über Registry-Einträge möglich)
  • Blockauswahl und Blockänderung
  • Angleichen von Zuweisungsoperatoren
  • Copy and Paste aus dem Editor im HTML-Format
  • Zeilenauswahl mit Dreifachklick inklusive Verschiebefunktion
  • Suche über Visual-Studio-Funktionen, z. B. Menüeinträge, Vorlagen und Optionen (Quick Access)
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