Visual Studio 2012 – Wer dachte er kennt schon alle Hilfsmittelchen wurde eines Besseren belehrt [BASTA! Blog]
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Nachdem es am Workshoptag am Montag in der Rheingoldhalle noch relativ ruhig und beschaulich
zuging, startete die BASTA! 2012 am Dienstag mit einer Vielzahl von Teilnehmern so richtig durch.
Den Anfang

Nachdem es am Workshoptag am Montag in der Rheingoldhalle noch relativ ruhig und beschaulich
zuging, startete die BASTA! 2012 am Dienstag mit einer Vielzahl von Teilnehmern so richtig durch.
Den Anfang machte Steve Teixeira, seines Zeichens Product Manager von Visual Studio, mit seiner
Keynote zum Windows 8 Application Model. Etwas beängstigend für .NET Entwickler, da man dort
ausschließlich C++ Code zu sehen bekam. Obwohl es auf den zweiten Blick gar nicht so richtig wie
C++ aussah. Seltsam! Das sollte sich jedoch später noch aufklären.

Also erst mal was Leichtes für
Zwischendurch: Windows Apps Design-Prinzipien. Nicht zu fassen, womit sich Designer den ganzen
Tag beschäftigen und über welch scheinbare Banalitäten man sich dort den Kopf zerbricht. Da ist
sogar der Platz auf dem Bildschirm wichtig, den man nicht ausfüllt. Im Windows UI Design ist genau
beschrieben, welches Element in welchem Zustand wie dargestellt werden muss. Zum Glück gibt es
Menschen, die sich mit so etwas auseinandersetzen.

Ein Highlight waren die Sessions von Rainer Stropek. Zunächst effizientes Programmieren mit der
Visual Studio IDE. Wenn man dachte, man kennt schon alle Shortcuts und Hilfsmittelchen, dann
wurde man in dieser Session eines Besseren belehrt. Oder wussten Sie schon, dass man sich in einer
Debug-Session ausgewählte Elemente und auch Listeninhalte per ObjectId direkt in die IDE pinnen
kann? Und dann merkt sich Visual Studio diese Pins auch noch, und man hat sie in weiteren Debug
Vorgängen ebenfalls zur Verfügung. Cooles Feature, coole Session!

Genauso wie der Deep Dive in WinRT. Hier löst sich auch die Verwirrung aus der Keynote auf. Es gibt jetzt C++ Extensions (CX), mit
denen man C++ Code schreiben kann, der sich beinahe wie C# Code anfühlt. Erleichterung! Meine
Berührungsängste in Bezug auf C++ nehmen spürbar ab. Weiterhin erfährt man, dass man mit .NET
genauso weiterarbeiten kann wie bisher. Darüber hinaus haben jetzt aber auch C++ und JavaScript
Entwickler Zugriff auf Teile der .NET-Bibliothek in Form von WinRT. Dadurch lassen sich auch ganz
verrückte Sachen anstellen, wie etwa der Zugriff aus JavaScript auf eine C# oder C++ Bibliothek.Damit muss laut Rainer Stropek jetzt keiner mehr auf den anderen neidisch sein.

In .NET 4.5 gibt es neben async und await weitere wichtige Neuerungen in Richtung Security.
Dominick Baier stellte Claims-basierte Authentifizierung vor. Dass es Microsoft mit diesem Konzept
ernst ist, beweist die Aufnahme der Claims-Klassen in die mscorlib. Claims lösen also Identity und
Principal ab und werden zum Standardmechanismus in .NET 4.5. Mit Hilfe von Claims kann man
beliebige Aussagen über einen Nutzer treffen und ihn damit identifizieren. Wichtig dabei ist, dass
man demjenigen vertraut, der die Aussagen getroffen hat.

Der Abend klingt mit Freibier und der Keynote von Michelle Leroux Bustamante gemütlich aus. Alles
in allem ein gelungener und aufschlussreicher Tag auf der Basta. Die noch folgenden werden dem
sicherlich in nichts nachstehen.

Daniel Grund ist Senior Consultant im Bereich Microsoft/.NET bei der Saxonia Systems AG in Dresden. Als Microsoft Professional Developer für Enterprise Anwendungen und Architekt (iSAQB) bildet dabei die Entwicklung von verteilten Anwendungen einen besonderen Schwerpunkt. Darüber hinaus gilt sein Interesse dem Entwurf von intuitiven und neuartigen Benutzeroberflächen für Client und Web Anwendungen.

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