Visual Studio 2013 and .NET 4.5 Expert Cookbook
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Microsoft entwickelt die hauseigene IDE permanent weiter. Abhishek Sur widmet sich in seinem Buch den Neuerungen der letzten Jahre und stellt diese in kompakter Art vor. Sur beginnt seine Ausführungen mit einer detaillierten Erklärung des Debuggens von Applikationen mit den in Visual Studio 2013 enthaltenen Werkzeugen. Microsoft hat hier insbesondere im Bereich des Testens von nebenläufigen Programmen stark nachgebessert: Wer die neuen Tools nicht kennt, verliert unnötig Zeit bei der Fehlersuche.

Die nächsten beiden Abschnitte befassen sich mit Windows Phone 8 und der Windows Communications Foundation. Aufgrund des eingeschränkten Umfangs – Sur hat pro Kapitel nur sechzig Seiten zur Verfügung – finden Fortgeschrittene hier allerdings nur wenig Lesenswertes. Quereinsteiger sparen sich indes die ein oder andere Stunde der Frustration, da die angebotenen Beispiele direkt umsetzbar sind und die Grundlagen der jeweiligen Technologie vorführen.

Testen und Kollaborieren

Microsoft versucht seit jeher, Visual Studio als „One-Stop-Shop“ für alle Entwicklerfragen zu positionieren. Eine als Team Foundation Server bezeichnete Programmkomponente kombiniert Versionskontrollsystem und Bugtracker. Sur widmet dieser in Visual Studio 2015 noch mehr hervorgehobenen Technik gleich zwei Kapitel.

Im ersten stellt er vor, wie man TFS als Ersatz für ein in Ehren ergrautes Versionskontrollsystem verwendet. Der zweite Abschnitt geht auf Softwaretests unter Nutzung von Fakes und Coded-UI-Tests ein: Wer die dazu notwendige Version von Visual Studio besitzt, wird hier bestens bedient.

Visual Studio lässt sich auf mehrere Arten erweitern. Häufig genutzte Codefragmente wandern normalerweise in ein T4-Template, während komplexere Aufgaben durch MEF oder gar über ein Plug-in realisiert werden. Das Kapitel zu diesem Thema ist hoch interessant: Wer sich für die Plug-in-Entwicklung interessiert, sollte das Buch schon allein wegen dieses Abschnitts kaufen.

Ab in die Wolke

Zu guter Letzt folgt ein Kapitel über die Nutzung der in Azure enthaltenen Dienste. Auch hier ist Breite wichtiger als Tiefgang: Neben der „klassischen“ Nutzung kommen auch Themenkreise wie HDInsight und die Mobile-Services zur Sprache.

Surs in englischer Sprache verfasstes Werk ist auch für Nichtmuttersprachler klar verständlich: Es ist manchmal sinnvoll, wenn der Autor selbst nicht Muttersprachler ist. Abbildungen erscheinen in der E-Book-Version in Farbe: Wer stattdessen das gedruckte Buch kauft, muss sich mit Graustufen zufriedengeben.

Fazit

Wer sich im Laufe der letzten Jahre nicht mit den Neuerungen aus dem Hause Microsoft befasst hat, bekommt bei Packt Publishing eine kompakte Einführung in diverse interessante Teilgebiete der .NET-Plattform. Das im Rahmen der Lektüre aufgesammelte Wissen lässt sich dann bedarfsorientiert erweitern. Falls Sie schon Grundkenntnisse der besprochenen Themen haben, so lernen sie hier – prinzipbedingt – nur wenig Neues.

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