Visual Studio Code: zweites Update veröffentlicht
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Visual Studio Code hat ein Update erhalten. Version 0.5.0 hat jede Menge Verbesserungen und Bugfixes an Bord.

Visual Studio Code ist sicherlich eine der spannendsten Neuerungen in Visual Studio 2015. Mit dem Codeeditor für Windows, iOS und Linux lassen sich Modern-Web- und Cloud-Anwendungen erstellen, die nicht nur auf Windows, sondern auch auf OS X und Linux laufen. Derzeit ist Visual Studio Code in der Preview verfügbar und kann kostenlos heruntergeladen werden.

Der Codeeditor hat damit bereits sein zweites Update erhalten. Zu finden sind die Änderungen unter anderem in den Bereichen Kommandozeile, Editor, Debugging, JavaScript oder Git. Die wichtigsten neuen Key-Features hat das Visual-Studio-Entwicklerteam auf der Update-Seite zusammengefasst, hier ein kurzer Überblick:

Updates to File-Handling: file and folder filtering in the explorer, opening files via the command line at a specific line number, ability to control the size of the working files list
Improved Editor Options: support for removing trailing whitespace, improved search patterns with include/exclude filters
JavaScript Updates: ES6 support, jsconfig.json, improved /// reference management, additional workspace settings
Git Enhancements: integrated credential prompt, multi-line commit message support and improved control over auto-fetch
Snippets: User-defined snippets support, and more built in snippets for common languages, i.e., Dockerfiles, Python, and Rust
Debugger enhancements: watch expressions, and improved Node.js breakpoint and source map support
Other Stuff:  Proxy support, auto-update enabled for Mac and Windows, notable bug fixes

JavaScript-Updates

In Sachen JavaScript-Entwicklung bringt die neue Version einige Breaking-Changes mit. So sollen diverse veraltete Konfigurationseinstellungen zukünftig nicht mehr unterstützt werden, darunter: validate.scope, validate.baseUrl, validate.target, validate.module und validate.noLib. Zum Ausgleich soll es einen Support für jsconfig.json geben.

Besonders nachgefragt seit dem Release von Visual Studio Code sei laut Visual-Studio-Team zudem der Support für ES6 (ECMAScript 6). Dem kommt man nun nach: Ab sofort soll der Codeeditor die neuen Syntaxelemente von ES6 sowie deren Semantik verstehen können.

JavaScript-Projekte sollen sich jetzt außerdem erstellen lassen, indem ein jsconfig.json-File per Drag and Drop in den Codeeditor eingefügt wird. Dabei handelt es sich um eine Untergruppe von tsconfig.json, die es Entwicklern ermöglichen soll, zu definieren, welche Dateien dem Projekt hinzugefügt und welche Compiler-Optionen genutzt werden. Das Visual-Studio-Team erklärt hierzu weiter:

Same as in tsconfig.json if no „files“ property is present in a jsconfig.json, we default to including all files in the containing directory and subdirectories. When a „files“ property is specified, only those files are included.

Das bedeutet, dass ///-Referenzen künftig nicht mehr benötigt werden. Da das Projekt das File-Set definiert, weiß Visual Studio Code jederzeit, welche Files und Symbole Teil des Projekts sind. Beispielswiese kann dem Projektordner ein neues .d.ts-File hinzugefügt werden und Visual Studio Code übernimmt es automatisch.

Snippets

Auch der Snippet-Support in Visual Studio Code wurde ausgebessert. Entwickler können nun eigene Code-Snippets hinzufügen. Dazu hat das Visual-Studio-Team eine neue User-Snippet-Action ergänzt, die über File | Preferences verfügbar ist, und einen Dialog zur Sprachauswahl beinhaltet. Wird eine Sprache ausgewählt, öffnet sich das Snippet für die Datei „Language“. Anschließend sollen sich eigene Snippets direkt in den Editor einfügen lassen.

Editor-Optionen

Darüber hinaus hat die neue Version des Codeeditors einige zusätzliche Konfigurationsoptionen für Dateien, den Explorer und die Suche im Gepack, die sich über File | Preferences erreichen lassen sollen.

Weiter soll es einige neue Such- und Editor-Optionen geben. Zu deren Unterstützung hat Visual-Studio-Team einen neuen Pattern Matcher eingeführt. Ein vereinfachtes Set an Patterns soll es Entwicklern erleichtern, Match-Patterns festzulegen, die sich für folgende Szenarien nutzen lassen:

  • * to match one or more characters in a path segment
  • ? to match on one character in a path segment
  • ** to match any number of path segments ,including none
  • {} to group conditions (e.g. {**/*.html,**/*.txt} matches all html and txt files)
  • [] to declare a range of characters to match (e.g., example.[0-9] to match on example.0, example.1, …

Bugfixes

Daneben hat das Visual-Studio-Team einige Bugs gefixt:

  • 16480: Git push/pull not working
  • 16782: Fonts Are Blurry
  • 17223: SourceMap debugging doesn’t work with inlined source map
  • 17079: OS X Poor Scrolling in Explore Sidebar

Ein detaillierter Überblick über alle weiteren Neuerungen finden sich auf der Produktseite von Visual Studio Code.

Aufmacherbild: Software developer programming code Shutterstock/Urheberrecht: McIek

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