"Vor zehn Jahren musste man in den meisten Fällen lediglich die Windows-Plattform unterstützen"
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Die Webentwicklung selbst entwickelt sich auch – vor allem in den letzten zwei, drei Jahren hat sich gezeigt, dass Webentwicklung nicht mehr vor allem für den Browser (die Browser) optimiert sein muss oder begrenzte Interaktionen erlauben soll.

Die technologischen Mittel der Webentwicklung werden heute auch zur App-Entwicklung auf allen Plattformen genutzt und ganze Unternehmen bauen ihr Geschäftsmodell darauf auf.

Dazu muss man einen umfangreichen Stack von Enterprise- und Webtechnoligen beherrschen – einer der das tut, ist Manfred Steyer, was er auf der BASTA! Spring im End-to-End-Workshop am Freitag und auf dem von ihm moderierten Web Dev Day am Donnerstag aufzeigen wird.

Manfred, was ist eine moderne Business-Anwendung für dich?

Manfred Steyer: Eine moderne Business-Anwendung muss auf vielen verschiedenen mobilen und klassischen Plattformen verwendet werden können. Egal ob auf dem iPad, einem Windows-Laptop, einem Mac oder dem Smartphone der Wahl – die Anwendung soll benutzbar sein. Das bedeutet aber auch, dass sich die Anwendung an unterschiedliche Formfaktoren anpassen muss. Dazu kommen Aspekte, wie Offlinefähigkeit sowie die Möglichkeit der Integration in das Ecosystem des jeweiligen Endgerätes.

Wo kommen hier „klassische“ Webtechnologien zum Tragen?

Steyer: Clientseitige Web-Technologien, wie JavaScript oder CSS, sind ein sehr mächtiges Werkzeug um den genannten Anforderungen gerecht zu werden. Hybrid-Frameworks, wie Cordova, unterstützen zusätzlich dabei – vor allem dann, wenn die Anwendung auch mit dem jeweiligen Gerät und dessen Sensoren interagieren soll bzw. wenn Offlinefähigkeit gefragt ist. Serverseitige Web-Technologien kommen zusätzlich zum Einsatz, um Services bereitzustellen, die dann von den Web- bzw. Hybrid-Clients konsumiert werden.

BASTA! Spring 2015 Visual-Studio- und .NET-Entwickler aufgepasst! Jede Menge spannende Sessions rund um .NET, Windows und JavaScript gibt es auf der BASTA!, die vom 23. bis zum 27. Februar im Maritim Rhein-Main Hotel Darmstadt stattfindet und mit über 80 Sessions, Workshops und Keynotes aufwartet.

Wie verändert das neue ASP.NET MVC 6 die Entwicklung, wo liegen die Vorteile?

Steyer: Ich denke, der größte Vorteil der nächsten Version von ASP.NET im allgemeinen und ASP.NET MVC 6 im Speziellen liegt in der Tatsache, dass man nicht mehr an die Windows-Plattform gebunden ist. Man kann Web-Anwendungen, die darauf basieren, auf allen möglichen Plattformen zur Ausführung bringen. Ein weiterer Vorteil ist, dass man mehrere Versionen von ASP.NET künftig ohne Installation nebeneinander nutzen kann. Somit sind Entwickler weniger davon abhängig, welche Versionen der Administrator auf dem jeweiligen Server installiert hat. Ein spezieller Vorteil von MVC 6 ist, dass Microsoft hier einen Frühjahresputz vorgenommen und Mehrgleisigkeiten entfernt hat. So ist MVC 6 beispielsweise nicht nur der Nachfolger von MVC 5, sondern auch von ASP.NET Web API und Web Pages.

Werden wir in Zukunft nur noch von Cross-Plattform-Anwendungen sprechen oder gibt es Grenzen?

Steyer: Vor zehn Jahren musste man in den meisten Fällen lediglich die Windows-Plattform unterstützen. Diese Zeiten sind vorbei, zumal immer mehr Geräte von mehreren Herstellern auf dem Markt auftauchen und koexistieren. Es sieht für mich derzeit nicht so aus, als ob sich das in absehbarer Zeit ändern würde.

Vielen Dank für das Interview, Manfred, wir sehen uns auf der BASTA!

© Manfred Steyer

Manfred Steyer betreut als Trainer und Berater bei IT-Visions Kunden im gesamten deutschsprachigen Raum. Dabei fokussiert er sich auf die Themen „Modern Web“ und Service-Architekturen mit .NET und JavaScript. Daneben ist er verantwortlich für den Fachbereich Software Engineering der berufsbegleitenden Studienrichtung IT und Wirtschaftsinformatik an der FH CAMPUS 02 in Graz.

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