Warnung vor US-Cloud-Services
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Deutsche Unternehmen, die Datenbestände an US-amerikanische Cloud-Anbieter auslagern, laufen Gefahr, dass die Daten von den Ermittlungsbehörden der USA konfisziert werden. Auf dieses Gefährdungspotenzial

Deutsche Unternehmen, die Datenbestände an US-amerikanische Cloud-Anbieter auslagern, laufen Gefahr, dass die Daten von den Ermittlungsbehörden der USA konfisziert werden. Auf dieses Gefährdungspotenzial weist die Nationale Initiative für Informations- und Internetsicherheit (NIFIS e.V.) hin.

US-Anbieter wie Apple, Google, IBM oder Microsoft unterliegen dem sog. „Patriot Act“, der US-amerikanischen Ermittlungsbehörden weitgehenden Zugriff auf alle Kundendaten erlaubt. Dies gilt ausdrücklich auch dann, wenn die Daten außerhalb des Territoriums der Vereinigten Staaten gespeichert werden. Häufig wird die Datenübernahme durch die US-Behörden mit einer sog. Gag-Order versehen; das bedeutet, dass Apple, Google, IBM oder Microsoft den betroffenen deutschen Firmen nicht einmal Auskunft darüber geben dürfen, dass ihre Daten in den USA an die Behörden weitergereicht wurden.

NIFIS empfiehlt momentan angesichts der Rechtslage die Auslagerung an einen deutschen Cloud-Anbieter als sicherer. Datenschutz-Vereinbarungen bezüglich Cloud zwischen der EU und den USA müssen noch getroffen werden.

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