Was ändert sich für .NET-Entwickler im neuen Jahr? – ein Blick in die .NET-Kristallkugel
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2012 war ein aufregendes Jahr für Microsoft. Windows 8 ist erschienen, das Surface, Visual Studio 2012 und das .NET Framework 4.5; mit Windows Phone 8 hat man endlich eine konkurrenzfähige Mobile-Strategie in petto. Da fragen wir uns doch: Kann es noch spannender werden? Was mag wohl das kommende Jahr bringen?

Gemeinsam mit einigen Experten aus der .NET Community möchten wir einen Blick in die Kristallkugel werfen. Heute haben wir ihnen die folgende Frage gestellt:

Was ändert sich für .NET-Entwickler im neuen Jahr?

Und hier sind die Antworten unserer Experten:

Matthias Fischer (Windows-Phone-Entwickler):

.NET ist lange schon nicht mehr nur C# oder VB.NET. Es sind viele neue und interessante Programmiersprachen dazu gekommen. Ich glaube 2013 wird das JavaScript-Jahr. Das bedeutet nicht, wie auch schon zuvor mit F#, dass jeder C#/VB.NET-Entwickler nun JavaScript und HTML5 lernen muss, aber Anschauen loht sich auf jeden Fall. Oft lassen sich Oberflächen in HTML5 in Kombination mit CSS3 leichter abbilden als in XAML. Viele Anwendungen werden in Zukunft in der Cloud laufen, im Zusammenspiel damit sind JavaScript und HTML5 eine echte Alternative bei der Entwicklung von Apps.

Oliver Michalski (Leader Windows Azure Community Deutschland):

Wir werden uns von einigen Technologiebereichen (z.B. Silverlight) verabschieden müssen.

Gregor Biswanger (Microsoft MVP):

Die Cloud wird immer wichtiger. Man bemerkt bereits an der neuen Windows Runtime (WinRT) und der abgespeckten CLR, dass der Client nur noch das Nötigste an Funktionen bieten soll. Die wichtigen und umfangreichen Technologien, wie zum Beispiel der Datenbankzugriff mittels Entity Framework und die Verarbeitung von Geschäftsprozessen mit der Workflow Foundation, ist nur mit der großen .NET-Framework-Version möglich. Diese wird in der Cloud eine immer wichtigere Rolle spielen. Aus diesem Grund sollte man sich auf jeden Fall mit ASP.NET MVC und Windows Azure beschäftigen. Der App-Entwickler kann ohne Bedenken weiterhin auf XAML setzen. Man denke nur an die Vorzüge der typsicheren Entwicklung, ob beim Backend oder Frontend.

Daniel Grund (Saxonia Systems AG):

Ein Trend, der bereits 2012 begonnen hat, wird sich auch 2013 weiter fortsetzen: Als .NET Entwickler muss man mehr und mehr über den eigenen Tellerrand hinaus schauen. Dies gilt insbesondere in der Webentwicklung schon seit längerem, wo man sich spätestens seit ASP.NET MVC neben .NET auch mit HTML, CSS und JavaScript beschäftigen muss. Mit den neuen Möglichkeiten in Windows 8 wird dies nun auch auf den Client-Plattformen zunehmend wichtiger.

Patrick Herting (Softwareentwickler bei Saphir Software):

Nichts, da alle Programme, die auf Windows 7 laufen, auch weiterhin auf Windows 8 laufen. Natürlich gibt es nun viele weitere Möglichkeiten, wie z.B. mit WinRT und Windows 8 Device-übergreifende Apps zu entwickeln. Das Motto, welches sich jeder Entwickler für das Jahr 2013 zu Herzen nehmen sollte, ist: „Fast and Fluid“!

Peter Pohmann (dataWeb):

Ich gehe davon aus, dass 2013 in diesem Bereich gar nicht so viel passiert.

Und was denken Sie? Was ändert sich für .NET-Entwickler im neuen Jahr?

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