Was halten Sie vom SQL Server 2008 R2
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Diese Woche ist ein weiteres langersehntes Release von Microsoft erschienen: Die neue Version von Microsofts relationalen Datenbankmanagementsystem, der SQL Server 2008 R2. Die neue Version bringt diverse

Diese Woche ist ein weiteres langersehntes Release von Microsoft erschienen: Die neue Version von Microsofts relationalen Datenbankmanagementsystem, der SQL Server 2008 R2. Die neue Version bringt diverse Änderungen mit, die die Datenbank-Welt erheblich beeinflussen dürften.

Insbesondere auf die Bereiche Skalierung, Performance und IT/Developer Produktivität hat Microsoft nach eigenen Aussagen den Schwerpunkt gelegt. Vor allem soll die Business Intelligence mit dem neuen Self-Service Ansatz in R2 maßgeblich verändert worden sein.

Das klingt nun alles gut, doch welche Auswirkungen hat die neue Version des Systems auf die tägliche Arbeit der Entwickler? Und sind alle mit den Neuerungen zufrieden? Das haben wir drei SQL-Experten gefragt. Hier die Antworten:

Rainer Stropek, time cockpit :

„Betrachtet man nur die Komponenten, die bei SQL Server 2008 R2 in der – virtuellen – Produktschachtel enthalten sind, dann ist dieses Servicepack für uns ein feiner aber kleiner Schritt verglichen mit SQL Server 2008 R1. Berücksichtigt man jedoch, dass mit SQL Server 2008 R2 auch der volle Support für SQL Azure den Weg in die SQL Werkzeuge gefunden hat, ist es eine Revolution. SQL Server 2008 R2 ermöglicht die Administration und Entwicklung mit SQL Azure fast so als würde der Server unter dem Schreibtisch stehen. Object Explorer, T-SQL Query Window – alles da!

Brauchte man einen SQL Server Cluster mit Load Balancer und Firewall, hieß das in der Vergangenheit lange Planung, hohe Initialinvestitionen und komplexe Installation. Heute bedeutet es mit SQL Azure wenige Mausklicks und ein paar Minuten Wartezeit, schon ist der SQL Server Cluster mit 1 oder 10 GB Kapazität fertig. Natürlich ergeben sich gewisse Einschränkungen aus der Tatsache, dass man sich die zugrundeliegende Infrastruktur mit vielen Benutzern teilt; in der Praxis ist das eine kleine Hürde, jedoch war es für uns bisher nie ein KO-Kriterium gegen SQL Azure.

Es ergibt sich eine ungewöhnliche Situation: Eine neue Version von SQL Server ist da, wir alle installieren die Client Tools sofort, Server gibt es aber bis heute noch keinen in unserer Entwicklungsumgebung. Eine ganz neue Welt.

Thorsten Kansy, DOTNETCONSULTING, :

Das neue R2 wird mit Self BI und gigantischen Datenbanken in Verbindung gebracht. Doch muss keines von beiden von Nutzen sein, um mit der neuen SQL Server 2008 Version zufrieden zu sein.

Besonders die Neuerungen an den leistungsstarken Reporting Services (SSRS) zur ansprechenden Darstellung beliebiger Daten sind für viele Unternehmen interessant. Das man nun geographische Daten auf einer Landkarte anzeigen kann und einzelne Komponenten eines Berichtes in einem anderen Bericht „recycelt“ werden können, kommt gut an. Auch dass das überarbeitete ASP.NET ReportViewer-Steuerelement nun (endlich) AJAX fähig ist und der ReportManager auch (endlich) mit einer modernen, Sharepoint ähnlicher Oberfläche aufwartet, ist ein weiteres gern gesehenes Plus.

Als Fazit sind meine Kunden und ich bis dato mit SQL Server 2008 R2 sehr zufrieden, auch wenn sich nicht alles um Self BI dreht.

Robert Panther, Panther Computing

Was mir an SQL Server 2008 R2 am besten gefällt ist die Tatsache, dass der ohnehin gute Kern des Produkts gleich geblieben ist und darauf aufbauend zusätzliche Tools und Erweiterungen hinzu kamen. Angefangen von der Möglichkeit, eine Default-Installation ohne die Notwendigkeit von Benutzereingaben durchzuführen (was vor allem für die Express Edition interessant sein dürfte), bis hin zu High End-Features wie beispielsweise Multi Server Management. Die Zeit wird zeigen, welche Erweiterungen den größten Nutzen bringen.

Ich persönlich sehe am meisten Potential in PowerPivot, da dies völlig neue Spielarten von Buiness Intelligence ermöglicht, indem Power-User mit gewohnten Mitteln (Excel) komplexe Auswertungen auf riesigen Datenmengen nahezu in Echtzeit erledigen können. Eine weitere vielversprechende Neuerung ist die Einführung von Report Parts, mit denen Teile von Berichten zur Wiederverwendung in einer Report Part Gallery abgelegt werden können. Dadurch sind mit weniger Aufwand standardisierte Berichte möglich.

Dazu gibt es noch eine Unmenge an weiteren interessanten Neuerungen, die in verschiedenen Bereichen massive Verbesserungen mit sich bringen, aber – je nach Kundenanforderungen – nur für einen Teil der Anwender relevant sind.

Soweit also die Meinungen unserer Experten. Doch was halten eigentlich Sie vom SQL Server 2008 R2? Werden Sie oder Ihr Unternehmen auf die neue Version umsteigen? Nehmen Sie an unserem aktuellen Quickvote teil und sagen Sie uns Ihre Meinung – wir sind auf Ihre Antworten gespannt!

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