BASTA! Spring 2014 Countdown

Was kommt nach Touch? – ein Blick in die Zukunft der UX
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Alle Welt macht Touch, doch was kommt eigentlich danach? Wie sieht „beyond touch“ aus? Diese Frage beantwortet uns Roman Schacherl (softaware gmbh) auf der BASTA! Spring 2014. Wir haben bereits im Vorfeld mit ihm gesprochen.

Windows Developer: In deiner BASTA!-Session führst du ein in die Welt „beyond touch“. In welche Richtung wird sich die User Experience in Zukunft entwickeln?

Roman Schacherl: Die Art der Interaktion wird vielfältiger werden. Wenn wir von „natürlichen Benutzeroberflächen“ sprechen, dann muss Sprache die logische Konsequenz sein. Nicht immer und überall, aber in bestimmten Szenarien: vom sinnvollen Einsatz in der Praxis (Freisprecheinrichtung) bis zum Fun-Faktor (Stichwort Siri).

Windows Developer: Auf der Build 2013 war erstmals die Aussage „Apps werden Augen bekommen. Apps werden einen Mund bekommen. Apps werden Ohren bekommen.“ in Verbindung mit den Bing Services zu hören. Welche neuen Möglichkeiten bieten diese Dienste?

Roman Schacherl: Der Werkzeugkoffer für uns Entwickler erweitert sich um Dinge, die bis vor Kurzem noch sehr aufwändig gewesen wären. Spracherkennung und -wiedergabe sowie OCR-Erkennung für Bilder stehen als Service zur Verfügung und können genutzt werden.

Windows Developer: Gibt es denn schon Anwendungsszenarien? Hast du vielleicht ein Lieblingsbeispiel?

Roman Schacherl: Mein Schwager hat mich vor einem Jahr gefragt, ob man für eine Tankbuch-App nicht einfach die Zapfsäule fotografieren und anschließend Preis und getankte Menge übernehmen könnte. Damals kaum denkbar, heute mit wenigen Zeilen Code Realität.

Windows Developer: Mit wie viel Aufwand ist es verbunden, Bing Services in die eigenen Apps und Anwendungen zu integrieren?

Roman Schacherl: Das hängt davon ab, welches Service man wählt – und ob man z. B. einen Full-Client oder eine App entwickelt. Für Windows Store Apps wurden zahlreiche Steuerelemente gebaut, die die gesamte Kommunikation übernehmen – da ist es wirklich einfach. Will man die Services direkt ansprechen, ist der Aufwand etwas größer.

Windows Developer: Ist die Welt überhaupt schon bereit für „beyond touch“? Immerhin verfügen die meisten Windows-PCs noch nicht einmal über Touch-Funktionen…

Roman Schacherl: Keine Frage, das Thema ist ein eher zukunftsorientiertes. Maus und Tastatur werden uns noch eine Weile erhalten bleiben – und das ist gut so. Ich möchte mit dem Vortrag vor allem den Blickwinkel erweitern und zum Nachdenken anregen: derartige Funktionalitäten können mit wenig Aufwand den Unterschied zwischen einer guten und einer herausragenden App ausmachen.

Windows Developer: Vielen Dank für das Gespräch, Roman. Wir sehen uns auf der BASTA!

© Roman SchacherlRoman Schacherl ist Gründer und Geschäftsführer der Firma softaware gmbh und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit moderner Softwareentwicklung vorwiegend im Microsoft-.NET-Umfeld. Für seine Kunden entwickelt er individuelle Lösungen, wobei auf Benutzerfreundlichkeit und gute User Experience besonders Wert gelegt wird. Zusätzlich ist er Autor mehrerer Fachartikel zum Thema Windows 8 und Multi-Touch-Technologien, nebenberuflich Lehrender an der FH Oberösterreich und als Sprecher auf Entwicklerkonferenzen im deutschsprachigen Raum tätig.

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