Key Performance Indicators messen und die Website verbessern

7 Tipps für erfolgreiche Websites
Kommentare

Key Performance Indicators, kurz KPIs, sind Messwerte, die die Performance und den Fortschritt einer Seite wiederspiegeln. Kennt man die Werte seiner Seite, zum Beispiel eines Online-Stores, kann man sie darauf verwenden, Optimierungen vorzunehmen. Doch welche KPIs sollte man im Auge behalten, wie kann man sie auswerten und die gewonnen Informationen in Maßnahmen umsetzen?

Will man KPIs auswerten, sollte man sich zunächst fragen, welches Ziel man eigentlich mit der Website verfolgt. Selbst ein Hobby-Blog kann mit entsprechenden Klickzahlen irgendwann profitabel werden, weil etwa Firmen plötzlich Werbung schalten wollen. Üblicherweise will man also, egal ob Hobby oder ernsthaftes Business, die Steigerung des Traffics insgesamt, die Zahl wiederkehrender Viewer und ggf. der Verkäufe erreichen.

Traffic insgesamt
Verfolgt den Traffic auf eurer Seite täglich, wöchentlich oder monatlich. So erhaltet ihr Einblicke, wann der Traffic auf eurer Seite schwankt und könnt nachforschen, warum (Interessieren bestimmte Themen offenbar nicht? Gefallen bestimmte Produkte nicht?). Setzt euch ein Ziel, welchen durchschnittlichen Traffic ihr erreichen wollt und ergreift entsprechende Maßnahmen, um den Traffic auf eurer Seite anzuregen (zum Beispiel, SEO-optimierende Maßnahmen, Einbeziehung von Social Media etc.).

Traffic im Detail
Ihr kennt nun die Zahlen auf eurer Seite als Ganzes, solltet aber nun eine Schicht tiefer gehen: Welche Seiten werden denn genau geklickt? Gibt es Beiträge oder Produkte auf eurer Seite, die besonders häufig bzw. besonders selten geklickt werden? Wenn ja, könnt ihr aus dieser Erkenntnis ein gewisses Bild von euren Seitenbesuchern zeichnen – davon welche Inhalte sie interessieren und welche nicht. Darüber hinaus könnten niedrige Klickzahlen auf einer Seite auch darauf hindeuten, dass diese gar nicht erst gefunden wird. Das sollte euch dazu veranlassen, eure Seitennavigation und eure Suchfunktion eingehend zu prüfen.

Page Views und Zeit
Das Verhältnis von Page Views und der Zeit, die eure User auf den Seiten verweilen, gibt Aufschluss darüber, ob der Content, den ihr anbietet attraktiv ist/klingt/aussieht. Halten sich User nur kurz auf einer Seite auf, könnte das z.B. am falschen Wording liegen. Darüber hinaus könnte es ein Indikator dafür sein, dass eure Seite zu langsam lädt und User den Vorgang aus Ungeduld abbrechen. Prüft also die Schnelligkeit eurer Seite, diverse Tools dafür findet ihr im Netz.

Absprungrate
Findet Informationen darüber, wann eure Kunden abspringen, sprich ob es Indikatoren gibt, die offenbar häufig zum Abbruch führen, wie aufwendige Anmeldeverfahren, nervige Pop-ups etc. pp. Optimiert eure Seiten so, dass der Call to Action tatsächlich zur Ausführung kommt. Die konversionsrate zeigt euch, wie häufig aus Seitenbesuchern tatsächlich „Kunden“ werden, sprich, ob der Call to Action gehört wurde. Kunden müssen nicht zwangsläufig Besucher sein, die am Ende etwas kaufen, es können auch Besucher sein, die euren Newsletter abonnieren o.ä. Wenn die Zahl eher niedrig bleibt, solltet ihr die eingesetzte Call-to-Action-Methode überdenken. Hierzu dienen etwa A/B-Tests.

Woher kommen eure Besucher?
Entsprechende Traffic-Analyse-Tools zeigen euch auch auf, woher eure Seitenbesucher kommen: über Facebook, Google-Suche etc. pp. Diese Werte können verschiedenes aufzeigen. Wenn ihr euch etwa rege auf der Social-Media-Plattformen XY präsentiert, aber keinerlei Klicks dadurch generiert, dann solltet ihr entweder euren Auftritt dort überarbeiten oder in Betracht ziehen, dass euer potenzielles Publikum dort einfach nicht vertreten ist. Kommt niemand über die Google-Suche, dann solltet ihr an der SEO feilen.
Findet auch heraus, ob eure Seitenbesucher neu oder alte Bekannte sind. Es ist einfacher Besucher bei der Stange zu halten, als neue zu generieren – genau genommen ist es fünfmal so viel Aufwand neue Besucher anzulocken, wie eine Statistik von Lee Resources von 2010 besagt. Daher solltet ihr besonderes Augenmerk darauf legen, die UX ansprechend zu halten und im Falle von eCommerce das Shoppingerlebnis zu perfektionieren (vom Anmeldeverfahren bis hin zur finalen Lieferung).

Einkommen
Wenn ihre eine kommerzielle Seite betreibt: In welchem Verhältnis stehen eure Ausgaben zu euren Einnahmen, sprich ist euer Geschäftsmodell erfolgreich? Diverse eCommerce-Tools, wie Magento oder PrestaShop haben entsprechende Monitoring Tools, um das herauszufinden.
Hier spielt auch die Average Order Value hinein, die ihr durch Maßnahmen, wie kostenlosen Versand ab einer bestimmten Bestellsumme, Empfehlungen oder Discounts beeinflussen könnt.

Die gute und schlechte Naricht zugleich: das waren bei weitem noch nicht alle KPIs, die euch Aufschluss geben können. Es gibt  dezidierte KPIs  für Social Media, Google Analytics etc.  Wollt ihr euch also intensiv damit befassen, könnt ihr wahrlich tief abtauchen. Einige Links findet ihr folgend.


Aufmacherbild: 3d people – men, person and arrow. KPI Foto von Shutterstock / Urheberrecht:Orla

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -