Neue Version des Frameworks sorgt für Verbesserung der Erweiterbarkeit von VR-Content

A-Frame 0.2.0 steht zur Verfügung
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Mit dem von Mozilla entwickelten Framework A-Frame soll es Entwicklern leichter ermöglicht werden, Virtual-Reality-Content für das Web zu erstellen. Nun steht mit Version 0.2.0 eine neue Version von A-Frame zur Verfügung und sorgt vor allem für eine Verbesserung der Erweiterbarkeit von VR-Content im Web.

In A-Frame 0.2.0 stecken, so erklärt A-Frame-Core-Entwickler Kevin Ngo im Mozilla-Entwicklerblog, gut drei Monate intensive Entwicklungsarbeit. Im Vordergrund des Framework-Updates steht vor allem die Erweiterbarkeit, die insbesondere durch die Weiterentwicklung des Component-APIs verbessert werden soll. Doch auch sonst bringt die neue A-Frame-Version einige spannende Neuerungen für Entwickler mit sich.

Neues in A-Frame 0.2.0

Noch steckt die Entwicklung von VR-Content für das Web in den Kinderschuhen, allerdings stellen sich immer mehr Entwickler der Herausforderung, entsprechenden Content zu entwickeln. Frameworks wie A-Frame sind dabei besonders nützlich, denn damit können 3D-VR-Szenen, die sich WebGL zu Nutze machen, erstellt werden – und zwar ohne dass tatsächlich auf die Verwendung des WebGL-APIs zurückgegriffen werden muss.

A-Frame arbeitet zudem mit deklarativem HTML; mithilfe von JavaScript können so erstellte Szenen weiter manipuliert und mit VR-Headsets wie der Oculus Rift oder Cardboad-Viewern wie Google Cardboard betrachtet werden. Als Basis dient zudem three.js, mit dem das Entity-Component-System-Pattern (ECS) zum DOM gebracht wird.

Genau dieses erhält in der neuen A-Frame-Version einige Verbesserungen. So arbeitet das Entwickler-Team seit dem ursprünglichen Release des Open-Source-Frameworks an der Verfeinerung und Verbesserung des Component-APIs. In A-Frame 0.2.0 wurde dieses nun um einige Property-Types, Schema-Konfigurationen und neuen Lifecycle-Methoden wie pause, play oder tick erweitert. Ebenso können Primitives – also Elemente wie etwa <a-sphere> – Komponenten annehmen.

Darüber hinaus wurden dem Framework auch einige weitere Verbesserungen spendiert. So können Entwickler nun Custom-Property-Types für flexiblere Komponenten-APIs definieren; ebenso lassen sich GLSL-Shaders oder three.js-Materialien sowie Primitives und Systeme registrieren, um für mehr visuelle Effekte zu sorgen. Die Release Notes fassen alle Änderungen noch einmal ausführlich zusammen.

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Erweiterung des VR-Webs

Die Neuerungen in A-Frame 0.2.0 sorgen vor allem für eine bessere Erweiterbarkeit von VR-Content. Da A-Frame auf einem ECS-Pattern aufgebaut ist, können Entwickler selbst Komponenten schreiben, teilen und einbinden, um neue Features zu erweitern.

So bietet das Ökosystem rund um WebVR und A-Frame bereits zahlreiche von der Community erstellte Komponenten, die beispielsweise Gamepad-Steuerungen oder Spracherkennung ermöglichen. Der Vorteil daran: Entwicklern bieten sich so mehr Möglichkeiten, mit Ideen zu experimentieren und so die Entwicklung von WebVR und A-Frame schneller voranzutreiben.

Und apropos Weiterentwicklung: Die will das Entwickler-Team zunächst vor allem mit der Arbeit an mehr Demos zur Nutzung von WebVR und A-Frame sowie der Verbesserung der Interaktivität und der Performance fördern. Sobald das Polyfill über mehr Stabilität verfügt, soll dann, so Ngo, auch Support für WebVR 1.0 in A-Frame implementiert werden, um Entwicklern noch mehr Flexibilität und Möglichkeiten zur Entwicklung von VR-Content für das Web zu bieten.

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