Atom Editor ist Open Source
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Bei GitHub hatte man irgendwann die Faxen dicke von Editoren, die man erst bis ins kleinste konfigurieren musste, bevor man damit beginnen konnte, produktiv zu arbeiten. Also initiierte man ein ambitioniertes Projekt – den Atom Editor. Modern sollte er sein, zugänglich und der webbasierte Core sollte es ermöglichen, dass jeder den Editor nach seinen Vorlieben anpassen sollte. Einziges Manko: Durch die Beta-Phase war es nicht jedem möglich, einen Blick zu riskieren.

Gestern Abend jedoch kam der Befreiungsschlag:

Für alle testwilligen ist Atom nun in Version 0.94.0 unter MIT-Lizenz verfügbar. Bis zum finalen Release von Version 1.0 steht allerdings noch eine Menge Arbeit an. So soll an der Performance-Schraube gedreht, die APIs finalisiert und Atom natürlich auch für Linux und Windows veröffentlicht werden.

Ganz im Sinne GitHubs sei man sich sicher, so Nathan Sobo in der offiziellen Ankündigung, dass man mit der Veröffentlichung einen Schritt in die richtige Richtung gemacht hat.

We think being open source will help us get there faster, and more importantly, source access will give you the transparency and control you’ve told us you expect from your tools.

Alles dabei

Der mit über 60 MB ziemlich stolze Download enthält alles, was das Herz begehrt: die Core-Applikation, den Package-Manager apm, mit dem sich die Atom-Packages installieren lassen, das auf Chromium basierende Desktop Application Framework sowie die Atom Shell.

Der Core deckt all die Bereiche ab, die nicht über die Packages zur Verfügung gestellt werden, wie zum Beispiel das Workspace, die Panes und die Editor-Komponente. In der Vergangenheit wurden immer mehr der Core-Funktionalitäten in externe Bibliotheken ausgegliedert, um sie unabhängig von Atom verwenden zu können, und das solle – wenn es nach dem Team ginge – sich auch in Zukunft fortsetzen.<(p>

Welcome Screen Atom Editor Abb. 1: Auf zum Atom! Screenshot: Atom Editor

Besonders stolz ist man auf die Veröffentlichung der Atom Shell, mit der sich Cross-Plattform-Applikationen mit Webtechnologien schreiben lassen. Nachdem man anfänglich auf die Cocoa WebView gesetzt und zwischenzeitlich sogar mit Node-Webkit experimentiert hatte, basiert sie nun auf Node.js und dem Chromium Embedded Framework.

Nun also steht einem nichts mehr im Wege: Auf atom.io findet man Packages, Themes und eine ausführliche Dokumentation. Und natürlich auch den Download.

Aufmacherbild: Atom von Shutterstock / Urheberrecht: Roman Sigaev

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