Ausbau des Breitbandnetzes schreitet weiter voran – Der State of the Internet Report für Q3 2014
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Wir leben in einer zunehmend vernetzten Welt – nicht nur, was die ständige Verbindung zum Internet auf Smartphone und Tablet angeht, sondern auch durch neue Technologien wie Smart-Homes oder Wearables. Darum ist es nur wenig verwunderlich, dass User diese Neuerungen vermehrt in ihren Alltag übernehmen und so immer mehr von den dafür benötigten Technologien und Diensten erwarten.

Das Internet muss sich also weiterentwickeln, um den wachsenden Forderungen der User gerecht zu werden. Wie es um diese Entwicklung bestellt ist, zeigt der von Akamai veröffentlichte Third Quarter 2014 State of the Internet Report.

Weltweite Verbindungsgeschwindigkeit und Breitband-Ausbau

Der vom Cloud-Dienstleistungsprovider Akamai veröffentliche State of the Internet Report für das dritte Quartal 2014 bietet Einblicke in globale Statistiken zur Verbindungsgeschwindigkeit und Breitband-Übernahme in festen und mobilen Netzwerken, dem allgemeinen Angriffs-Traffic, der weltweiten 4K-Bereitschaft, IPv4-Auslastung und IPv6-Implementierung.

Im dritten Quartal 2014 lag die durchschnittliche weltweite Verbindungsgeschwindigkeit erneut über der vier-Mbps-Breitband-Grenze, wenngleich sie im Gegensatz zum vorigen Quartal um 2,8 Prozent auf 4,5 Mbps zurückging. Gleichzeitig nahm die durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit in vielen Ländern zu. Den größten Zuwachs erfuhr dabei Singapur (18 Prozent), den geringsten Japan (0,8 Prozent). Auch bei der durchschnittlichen weltweiten Spitzenverbindungsgeschwindigkeit wurde ein leichter Rückgang auf 24,8 Mbps verzeichnet. Die höchste Spitzengeschwindigkeit gab es in Hongkong; sie lag dort bei 84,6 Mbps.

Die High-Speed-Breitband-Ausbaurate verringerte sich im dritten Quartal 2014 ebenfalls leicht, während die weltweite Breitband-Ausbausrate um ein Prozent zunahm und nun bei 60 Prozent liegt.

4K-Bereitschaft, Angriffs-Traffic, IPv4

Seit dem State of the Internet Report des ersten Quartals 2014 liefert der Report auch Ergebnisse zur weltweiten 4K-Bereitschaft. Darin werden die Regionen identifiziert, die am wahrscheinlichsten eine konstante für Ultra-HD-Streaming benötigte Verbindungsgeschwindigkeit zur Verfügung stellen können. Insgesamt zwölf Prozent der weltweiten Verbindungen lagen an oder über der Grenze von 15 Mbps; Südkorea belegt dabei den Spitzenplatz.

Akamai untersuchte für den Bericht zudem die Sicherheit und den Angriffs-Traffic. Dabei liegt die höchste Konzentration von Angriffs-Traffic in China (50 Prozent), wenngleich sie insgesamt im dritten Quartal 2014 leicht zurückging. Ebenso ging auch die Anzahl der berichteten DDoS-Angriffe seit Anfang des Jahres 2014 um 4,5 Prozent zurück.

Auch die weltweite Anzahl einzigartiger IPv4-Adressen, die Anfragen an Akamai stellen, stieg um fast zwei Millionen seit dem zweiten Quartal 2014. Zudem werden immer mehr IPv6-Anfragen gestellt.

Mobile Internetverbindungsgeschwindigkeit

Angesichts der stetig wachsenden Anzahl an Zugriffen auf das Internet über mobile Verbindungen ist die mobile Konnektivität ein weiterer wichtiger Abschnitt, der im State of the Internet Report angesprochen wird. Dabei ist Südkorea mit 18,2 Mbps weiterhin das Land mit der höchsten durchschnittlichen Mobile-Verbindungsgeschwindigkeit; der Iran ist dagegen das Land mit der niedrigsten.

Die höchste durchschnittliche Spitzengeschwindigkeit lag bei 98 Mbps in Singapur; die niedrigste im Iran mit 3,3 Mbps. In insgesamt neun Ländern und Regionen lag die durchschnittliche Mobile-Spitzengeschwindigkeit bei über 50 Mbps, bei 40 weiteren über 10 Mbps.

Damit zeigt sich, dass sowohl der Ausbau des Breitbandnetzes als auch die Verbindungsgeschwindigkeit bei festen und mobilen Internetverbindungen weiter vorangeschritten ist. Die einzelnen Ergebnisse des State of the Internet Reports für das dritte Quartal 2014 finden sich im Press Release von Akamai; dort kann auch eine grafische Aufbereitung des Berichts heruntergeladen werden.

Aufmacherbild: pencils and magnifying glass over reports von Shutterstock / Urheberrecht: Fariz Alikishibayov

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