Besser Gestikulieren mit Chrome
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Heutzutage besitzt fast jeder ein Smartphone oder Tablet, das über Touch-Gesten gesteuert wird. Dies erfordert, dass Gesten, die Nutzer auf dem Display ausführen, möglichst genau übertragen werden,

Heutzutage besitzt fast jeder ein Smartphone oder Tablet, das über Touch-Gesten gesteuert wird. Dies erfordert, dass Gesten, die Nutzer auf dem Display ausführen, möglichst genau übertragen werden, ohne, dass es zu Verzögerungen oder „Versehensklicks“ kommt. Um die Genauigkeit der Gestensteuerung auf Touch-Displays von mobilen Geräten zu verbessern, hat das Entwickler-Team von Google Chrome die Implementierung von TouchEvents in der aktuellen stable Version M37 verändert. Matt Gaunt erklärt, welche Auswirkungen die Veränderung auf die Bedienfreundlichkeit hat.

Pixeldichte macht den Unterschied aus

Bisher wurden die Koordinaten der TouchEvents in Chromes mobilen Browser als Integer dargestellt. Mit der nun implementierten Veränderung werden sie als Float gemeldet. Dadurch wird die Antwort auf die Gesten der Nutzer glatter und somit nutzerfreundlicher.

Diese Änderung wirkt sich allerdings erst bei Displays aus, deren Pixeldichte höher als eins ist. Beispielsweise entspricht ein CSS-Pixel einer Displaydichte von drei physischen Pixel, bei einem 3×3-Grid wären es also 9×9 physische Pixel.

TouchEvents nach der Veränderung in ChromeBewegt der Nutzer seinen Finger nun von oben links nach unten rechts, wurde bei der Darstellung der TouchEvents als Integers die Touch-Position auf den nächsten CSS-Pixel gerundet. Mit der Änderung zum Typ Float, entfällt diese Aufrundung und die Geste kann als überlappende CSS- und physische Pixel dargestellt werden (wie auf dem nebenstehenden Screenshot zu sehen ist).

Für Entwickler bedeutet die Darstellung als Float übrigens nicht, dass Änderungen am Code nötig sind – zumindest in den meisten Fällen. Googles Änderung soll einzig dafür sorgen, dass Bewegungen und Animationen flüssiger dargestellt werden, insbesondere, wenn es sich um langsame Gesten handelt. Auch für den Mobile-Safari wird bereits über diese Verbesserung nachgedacht – kein Wunder, kann sie doch für eine bessere User Experience bei der Bedienung mobiler Websites sorgen.

Aufmacherbild: Hand touching tablet pc with copy space von Shutterstock / Urheberrecht: ra2studio

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