Beteiligung an Open-Source-Projekten: Warum sich die Mitarbeit für Web-Designer lohnt
Kommentare

Open-Source-Projekte bringen viele Vorteile für Web-Entwickler, immerhin stehen so zum Beispiel zahlreiche Frameworks und Tools zur Verfügung, mit der sich die Arbeit am eigenen Web-Projekt vereinfachen lässt. Als Web-Designer fällt die Frage, ob man sich an einem Open-Source-Projekt beteiligen möchte, oft anders aus. Die meisten Designer wollen nicht ohne Bezahlung arbeiten und das ist ihr gutes Recht, schließlich müssen sie ihren Lebensunterhalt mit ihren Web-Design-Fähigkeiten verdienen.

Trotzdem kann die Mitarbeit an Open-Source-Projekten für Web-Designer auf viele Arten lohnend sein. Jina Bolton bricht in ihrem Artikel Why You Should Design for Open Source eine Lanze für die Beteiligung an Open-Source-Projekten.

Mitarbeit an Open-Source-Projekten bietet viele Vorteile

Nur in den wenigsten Fällen wird die Arbeit an Open-Source-Projekten bezahlt. Für viele Web-Designer ist das meist ein Ausschlusskriterium für die Mitarbeit, allerdings bedenken sie dabei oft nicht, welche Vorteile eine solche Mitarbeit bieten kann.

So stehen viele neue Web-Designer vor dem Problem, dass sie nur über wenig Arbeitserfahrung verfügen und aus diesem Grund keine Aufträge bekommen. Darum machen sich viele Designer in dieser Situation daran, ihr Portfolio mit unaufgeforderten Re-Designs populärer Websites zu füllen. Allerdings trägt das meist nicht dazu bei, sich einen guten Ruf als Webdesigner zu erarbeiten.

Stattdessen kann die Arbeit am Design eines Open-Source-Projekts ein guter Portfolio-Füller sein, denn die Wahrscheinlichkeit, dass das Design tatsächlich genutzt wird, ist deutlich höher als bei unaufgeforderten Re-Designs bestehender Websites.

Zudem können Web-Designer viel aus der Arbeit an Open-Source-Projekten lernen und so die Mühe und den Einsatz der Entwickler der Projekte mit ihrem eigenen Einsatz belohnen, oder, wie Jina Bolton sagt:

It feels really good to give back to the technology I love and use for getting my work done.

Genauso kann es sich lohnen, als Web-Designer eigene Open-Source-Projekte ins Leben zu rufen – immerhin gibt es einige Beispiele, die in „real-world“-Projekten eingesetzt werden.

Einstieg in die Mitarbeit an Open-Source-Projekten

Um den Grundstein für die eigene Beteiligung an Open-Source-Projekten zu legen, ist es wichtig, vorher ein wenig Recherche zu betreiben. Gibt es bereits einen Designer an Bord des Projekts, ist es ratsam zunächst mit ihm Kontakt aufzunehmen und konstruktives Feedback zu geben und einige Vorschläge für eine Verbesserung des Designs zu machen.

Genauso sollte man sich die Contribution-Guidelines anschauen und sich vor allem auch daran halten. Falls es noch keine Guidelines gibt, können Web-Designer auch erst einen Entwurf dafür verfassen, bevor sie sich auf die Überarbeitung des Designs stürzen.

Auch der Umgang mit Pull Requests ist ein wichtiger Aspekt der Arbeit an Open-Source-Projekten. Am leichtesten macht man sich die Arbeit, wenn man Probleme in kleinem, modularem Rahmen angeht. Darüber hinaus gibt es natürlich noch viele weitere Tipps, die man bei der Mitarbeit an Open-Source-Projekten beachten sollte, um sich dabei nicht wie der Elefant im Porzellanladen zu verhalten.

In jedem Fall ist die Mitarbeit an Open-Source-Projekten für Web-Designer auf viele Arten lohnen, denn wer weiß, zu welchen gut bezahlten Jobs eine solche Beteiligung am Ende verhelfen kann.

Aufmacherbild: Question mark doodle with exclamation marks against clouds in a room von Shutterstock / Urheberrecht: wavebreakmedia

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -