Microsoft stellt außerdem Node-ChakraCore experimentell zur Verfügung

ChakraCore ab sofort für Linux und OS X verfügbar
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Seit Anfang des Jahres steht Microsofts JavaScript-Engine ChakraCore Open Source zur Verfügung. Bereits in der damaligen Ankündigung versprach Microsoft, dass ChakraCore in Zukunft nicht nur für Windows-Betriebssysteme sondern auch für Linux und OS X (ab Herbst 2016 macOS) verfügbar sein soll. Dem kam das Entwickler-Team nach und gab nun offiziell die Verfügbarkeit von ChakraCore für Linux und OS X bekannt.

Ab sofort steht der ChakraCore-Interpreter und die ChakraCore-Runtime dementsprechend als experimentelle Implementation für x64 Linux sowie OS X 10.9+ bereit. Vor allem auf die Linux-Verfügbarkeit von Microsofts JavaScript-Engine wurde dabei Wert gelegt, erklären Limin Zhu und Arunesh Chandra im Microsoft-Edge-Entwicklerblog. Zwar nutzt das Entwickler-Team vor allem Ubuntu 16.04 LTS für die Entwicklung und das Testing, allerdings, so betonen Zhu und Chandra, ließe sich der Support auch leicht auf andere moderne Linux-Distributionen übertragen.

ChakraCore für Linux und OS X

Bereits Anfang des Jahres hatte das Microsoft-Team den Support von Chakra auf weiteren Plattformen geplant. ChakraCore bringt nun unter Linux und OS X den gleichen Support für JavaScript-Features mit sich wie die entsprechende Windows-Version der JavaScript-Engine. Das bietet Entwicklern einige Vorteile – insbesondere, was die Entwicklung von Cross-Plattform-Applikationen angeht.

Um den Support von ChakraCore auf Betriebssystemen außerhalb von Windows zu ermöglichen, wurden einige der benötigten Windows-Dependencies in den JavaScript-Runtime-APIs (JSRT) refaktorisiert und einem Redesign unterzogen. Entwickler können damit nun Plattform-agnostischen Code schreiben, während gleichzeitig die Abwärtskompatibilität mit früheren JSRT-APIs unter Windows sichergestellt wird.

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Node-ChakraCore für Linux

Neben ChakraCore steht auch eine experimentelle Implementierung von Node.js mit ChakraCore – genannt Node-ChakraCore – für x64 Linux zur Verfügung. Seit gut einem Jahr arbeitet das Entwickler-Team an dem Projekt und will damit vor allem für eine bessere Integration mit dem Node.js-Ökosystem sorgen. Das große Ziel dabei sei jedoch vor allem, sicherzustellen, dass das bestehende Ökosystem weiterhin funktioniert – nur eben in „an open and cross-platform way exactly like Node.js“.

Einen ersten Überblick darüber, wie sich Chakra außerhalb des Browsers nutzen lässt, gibt übrigens Rainer Stropek in seinem Artikel „Chakra: Microsofts JavaScript Engine außerhalb des Browsers“.

Bei dem nun vorgestellten Node-ChakraCore on Linux handelt es sich um eine erste Vorschau auf das Feature, das sich noch in einer frühen Entwicklungsstufe befindet. In Zukunft soll weiter an der Verbesserung des Cross-Plattform-Supports gearbeitet werden. Außerdem steht die Arbeit an Intl-Support sowie die Implementierung des vollständig funktionsfähigen ChakraCore-JIT-Compilers und teilweise unterstützte GC on Windows auf anderen Plattformen im Fokus des Entwicklerteams. Mehr Informationen dazu hält der oben genannte Blogpost im Microsoft-Edge-Entwicklerblog bereit.

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