Chrome 37 mit 64-Bit-Support [Update]
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Google hat die sofortige Verfügbarkeit von Chrome 37 bekannt gegeben. Er bietet nicht nur 50 Security Fixes, sondern auch zahlreiche neue APIs für Apps und Extensions, eine besser lesbare Schrift auf Windows-Systemen und etwas ganz Besonderes: den 64-Bit-Support, der seit einiger Zeit im Dev-Channel getestet wurde. In diesen Genuss kommt man allerdings nur als Nutzer von Windows-Betriebssystemen.

Der Chrome 37 bietet gleiche eine ganze Reihe von Neuerungen. Neben den üblichen Performance- und Stabilitätsverbesserungen unter der Haube wartet die neue Version mit einigen neuen APIs für Apps und Extensions auf; wie beispielsweise für die virtuelle Tastatur oder das Battery Status API für Android-Devices.

Neu – und vor allem für Nutzer von Windows-Betriebssystemen interessant – ist der Support für das DirectWrite-API von Microsoft. Damit ist es dem Chrome nun möglich, Schriften deutlich schärfer und sauberer zu rendern.

Eine vollständige Übersicht über die Updates findet man im Changelog.

50 Security Fixes für das Plus an Sicherheit

Ein besonderes Augenmerk hat das Google-Team auf das Thema Sicherheit gelegt – insgesamt sind 50 sicherheitsrelevante Änderungen in Chrome 37 vorhanden. Dabei handelt es sich aber nicht nur im Sicherheitslücken, die in internen Audits entdeckt wurden – zahlreiche Lücken wurden von externen Entwicklern gemeldet, die sich zum Teil über großzügige Auszahlungen freuen können.

So gehen beispielsweise 30.000 US-Dollar an einen Entwickler, der über eine Kombination von Bugs in der V8-Engine, IPC, sync und diversen Extensions eine als kritisch eingestufte Sicherheitslücke aufgedeckt hat, mit der eine Remote Code Execution außerhalb der Sandbox möglich war.

Weitere Lücken wurden zum Teil als High und Medium eingestuft – eine Übersicht dazu findet man in den Updates des Chrome Stable Channel.

64 bits of awesome

Ein weiteres Highlight betrifft leider ebenfalls nur Windows-Nutzer, um genauer zu sein jene, die Windows 7 oder Windows 8 verwenden: Der Chrome bietet jetzt den – vorerst noch optionalen – Support für 64-Bit-Systeme, der bereits seit Anfang Juni im Windows Canary und Dev Channel getestet werden konnte.

Die Versprechungen verheißen jede Menge guter Neuigkeiten:

64-bit Chrome offers many benefits for speed, stability and security. Our measurements have shown that the native 64-bit version of Chrome has improved speed on many of our graphics and media benchmarks. For example, the VP9 codec that’s used in High Definition YouTube videos shows a 15% improvement in decoding performance. Stability measurements from people opted into our Canary, Dev and Beta 64-bit channels confirm that 64-bit rendering engines are almost twice as stable as 32-bit engines when handling typical web content.

Per Default wird aktuell noch die 32-Bit-Variante zum Downlaod angeboten. Wer den 64-Bit-Chrome testen möchte, muss die eigens dafür eingerichtete Download-Seite bemühen.

Dieser Umweg wurde deswegen nötig, da es aktuell nicht möglich ist, das 32-Bit-NPAPI-Plug-in zu unterstützen. Die 32-Bit-Variante des Chrome wird allerdings noch so lange unterstützt, bis das Netscape Plugin Application Programming Interface aus Chromium entfernt wurde – dieser Schritt wurde bereits im September 2013 verkündet.

Googles Chrome 37 steht ab sofort für Linux, Windows und Mac OS X auf der offiziellen Seite zum Download bereit.

Update: 64-Bit-Version für Mac im Dev Channel

In der ursprünglichen Version dieser Meldung stand, dass lediglich Nutzer von Windows 7 und Windows 8 in den Genuss des 64-Bit-Supports kämen. Das gilt jedoch nur für die finale Version! Mac-User haben die Möglichkeit, die 64-Bit-Variante des Chrome über den Canary-Channel herunterzuladen und zu testen. Danke an unsere Leser für den Hinweis!

Aufmacherbild: Red number 37 with reflection on a white background von Shutterstock / Urheberrecht: Zerbor

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