Code-Fehler oder Browser-Bug? Experten-Tipps zur Fehlersuche bei Website-Problemen
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Dass Websites nicht das darstellen, was die Entwickler erwarten, ist wohl jedem, der für das Web designt schon mal passiert. Es ist natürlich einfach, dem Browser die Schuld zu geben, anstatt erst mal

Dass Websites nicht das darstellen, was die Entwickler erwarten, ist wohl jedem, der für das Web designt schon mal passiert. Es ist natürlich einfach, dem Browser die Schuld zu geben, anstatt erst mal zu überprüfen, ob sich im Code ein Fehler eingeschlichen hat. Doch wie kann man feststellen, ob ein Problem mit der eigenen Seite das Resultat eines Fehlers im Code ist oder ein tatsächlicher Bug des Browsers? Um diese Frage zu beantworten, wurden verschiedene Experten befragt, die Tipps zum Umgang mit überraschenden Problemen mit der eigenen Website gaben.

Mit Tests dem Fehler auf die Schliche kommen

Natürlich wird jeder Webdesigner bereits Tests durchgeführt haben, um zu überprüfen, wie eine Website in verschiedenen Browsern und auf verschiedenen Geräten dargestellt wird. Doch manchmal nützt alles Testen nur wenig, wenn ein überraschendes Problem auftritt. Die Experten sind sich einig, in dem Fall hilft nur eines: mehr Tests durchzuführen.

Sowohl Paul Lewis, als auch Frances Berriman sagen, dass mit einem reduzierten Testfall schneller ausgeschlossen werden kann, dass der Fehler im Code oder einem Framework liegt. Auch Bruce Lawson ruft zum ausgiebigen Testen auf, denn gerade, wenn ein Bug in allen Browsern auftaucht, ist es vermutlich ein Fehler im Code, der das Problem hervorruft. Im Hinterkopf behalten sollte man dabei allerdings, dass Browser, die die gleiche Rendering Engine nutzen, die gleichen Bugs haben werden.

Ebenso können Probleme weiter eingegrenzt werden, indem man den Code validieren lässt, das CSS überprüft wird oder die Konsole der DevTools nach möglichen JavaScript-Fehlern durchsucht.

Auch Chris Heilmann gibt nützliche Tipps, wie sich herausfinden lässt, ob das Problem von einem Browser-Bug oder von einem Code-Fehler verursacht wird, zum Beispiel der Blick in das Error-Log des Browsers oder das Setzen von Breakpoints und das schrittweise Untersuchen des Codes. Oft werden auch Dependencies oder Schriftarten nicht geladen und verursachen Probleme auf der Website. Ebenso hilft manchmal ein Blick auf die Einstellungen des lokalen Servers, um das Problem zu lokalisieren.

Bug-Reports ausfüllen

Grundsätzlich leisten Browser-Hersteller gute Arbeit, wenn es darum geht, Probleme bereits so früh wie möglich zu erkennen und zu beheben, sagt Rey Bango. Wenn sich allerdings herausstellt, dass die auftretenden Probleme ein Browser-Bug sind, sollte ein Bug-Report ausgefüllt werden – und nicht einfach angenommen werden, dass jemand anders dasselbe Problem hat und es meldet.

Anna Debenham weist daraufhin, dass das Ausfüllen eines Bug-Reports anderen Entwicklern helfen kann – im besten Fall, indem bereits eine Lösung für das Problem gefunden wurde.

Für das Ausfüllen des Bug-Reports sollte der Bug soweit wie möglich eingegrenzt werden, denn, so erklärt Lea Verou, je genauer der Bug-Report ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass er schnell behoben werden kann.

Es zeigt sich also, dass es gar nicht so schwierig ist, herauszufinden, ob ein Problem mit einer Website von einem Fehler im Code oder durch einen Browser-Bug hervorgerufen wird. Weitere Tipps der Experten sind im Blogpost How do you identify a browser bug? zusammengefasst.

Aufmacherbild: Computer repair concept men at work von Shutterstock / Urheberrecht: aastock

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