Colours: CMS ohne Backend
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Braucht die Welt wirklich noch ein weiteres Content Management System? Wenn man dem norwegischen Design- und Kommunikationsunternehmen Colours glaubt – ja. Schon vor einiger Zeit entwickelte Colours

Braucht die Welt wirklich noch ein weiteres Content Management System? Wenn man dem norwegischen Design- und Kommunikationsunternehmen Colours glaubt – ja. Schon vor einiger Zeit entwickelte Colours das gleichnamige Colours CMS. Im Moment ist das Content Management System noch ausschließlich für Kunden des Unternehmens gedacht – in Zukunft plant man aber, das System einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Spezialisten von cmscritic haben das zum Anlass genommen, das Colours CMS schon einmal auf Herz und Nieren zu prüfen. Hier die wichtigsten Erkenntnisse.

Das Colours CMS ist vor allen Dingen auf Userfreundlichkeit ausgelegt. Neu-User, die sich als Admin einloggen, werden deshalb auch nicht sofort ins Backend gelotst, sondern bleiben zunächst auf der Webseite, so wie sie auch der Endverbraucher sieht. Mittels eines umfangreichen Admin-Panels, das sich am unteren Ende der Seite befindet, können sie Inhalte einfügen und in Echtzeit bearbeiten. Mit anderen Worten: Der sonst übliche Umweg übers Backend entfällt; alle Arbeitschritte werden direkt dargestellt.  

Die Funktionen, die das Admin-Panel bietet, kennt man auch von anderen Content Management Systemen: Eingabemasken für Textfelder, Grafiken und Youtube-Clips, Widgets um Feeds, Tabellen oder Karten einzubinden und ein Eingabefeld für HTML-Code. Das Ganze ist extrem simpel zu bedienen, die entsprechenden Text- oder Grafikfelder kann man mittels Drag & Drop verschieben, je nachdem wo der Inhalt hin soll.

Ein richtiges Backend gibt es natürlich trotzdem: Hier kann man Schlüsselinformationen zur Webseite eintragen, z.B. Seitenname, Kontaktinformationen oder die Nutzerrechte einstellen, außerdem kann man Cross-Publishing aktivieren. Das ist praktisch wenn man mehr als eine Domain mit Colours betreibt und Inhalte gleichzeitig auf verschiedenen Seiten veröffentlichen will.

Negativ schlägt bei Colours zu Buche, dass man beim Layout der Seite relativ wenig Gestaltungsspielraum hat. Man kann zwar die verschiedenen Inhaltsfelder per Drag & Drop verschieben und hat auch die Wahl zwischen einigen Themes, die Auswahl ist hier derzeit aber noch stark beschränkt. Außerdem ist es nicht möglich, die Themes selbständig zu modifizieren und eigenen Wünschen entsprechend anzupassen.

Das vorläufige Urteil der Experten lautet deshalb insgesamt: gut mit Abstrichen. Auf der Habensseite steht die extrem einfache Bedienung, die es ermöglicht in kurzer Zeit professionell aussehende Webseiten zu bauen. Bemängelt wurden zu geringe Spielräume beim Layout, unzureichende Dokumentation und die fehlende Möglichkeit eigene Plug-ins, Themes oder Widgets zu erstellen.

Den kompletten Report über Colours CMS findet Ihr unter folgendem Link.  Ein genaues Datum für einen öffentlichen Release ist noch nicht bekannt, wer Interesse hat kann aber schon einmal eine Live-Demonstration mit den Entwicklern vereinbaren.

Aufmacherbild: Beauty Girl Portrait with Colorful Makeup von Shutterstock / Urheberrecht:Subbotina Anna

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