Verbesserungen des Customizers in WordPress 4.4 im Überblick

Customizer in WordPress 4.4: der aktuelle Stand
Kommentare

Der finale Release von WordPress 4.4 steht kurz bevor; geplant ist die Veröffentlichung der neuen Version der Content-Management- und Blogging-Software für den 8. Dezember. Bereits zu Beginn des Release-Zyklus hatte das Entwickler-Team eine mögliche Roadmap für die Arbeit am Customizer vorgestellt, nun gab es ein Status-Update zum aktuellen Stand der für WordPress 4.4 geplanten Verbesserungen.

So haben es zwar nicht alle in der ursprünglichen Roadmap geplanten Features und Änderungen bereits in die kommende WordPress-Version geschafft, dennoch gibt es einiges, worauf sich WordPress-Nutzer beim Customizer in WordPress 4.4 freuen können. Weston Ruter hat die Highlights in einem Blogpost im WordPress-Entwicklerblog vorgestellt.

Bessere Performance des Customizers

Customizer-Preview-Refresh-Zeit WordPress 4.3

Customizer-Preview-Refresh-Zeit WordPress 4.3, Quelle: https://make.wordpress.org

Bereits die Roadmap zeigte das Hauptziel für den Customizer in WordPress 4.4: die Verbesserung der Performance. Und genau die konnte dank einiger Änderungen umgesetzt werden. So stieg in WordPress 4.3 die Zeit zum Laden/Neuladen der Customizer-Preview exponentiell mit der steigenden Anzahl der Settings/Controls (siehe Screenshot). In WordPress 4.4 steigt die Zeit, die zum Neuladen der Vorschau benötigt wird, dagegen nur linear – und damit auch nur sehr langsam.

Zudem werden in Version 4.4 nun alle Einstellungen und Controls individuell in einem Loop serialisiert, um eine Memory-Steigerung zu verhindern. Doch nicht nur für den Server gibt es in WordPress 4.4 einige Performance-Verbesserungen, auch ein verbesserter Umgang mit Widgets sorgt für bessere Ladezeiten des Customizers. Dazu sagt Ruter:

in 4.4 we defer the embedding of widget controls until the contained widget area section is expanded, that is until the widget control is actually shown to the user. This results in the Customizer loading over 10x faster.

Ebenso wird das Widget-Panel nun immer angezeigt, selbst wenn aktuell keine Widget-Bereiche in der Preview dargestellt werden. Damit wird ebenso für eine bessere wahrgenommene Performance gesorgt, was vor allem zu einer besseren User Experience des Nutzers führt.

Multidimensional Settings, neue Filter und weitere Verbesserungen

Durch die Skalierbarkeit von multidimensionalen Settings für Optionen oder Theme-Mods steigt die Anzahl von zur Preview hinzugefügten Filtern exponentiell an. Dementsprechend sollte nur ein Filter zu multidimensionalen Settings mit einer gemeinsamen ID-Basis hinzugefügt werden, indem der gesamte Root-Wert in einer Variablen gespeichert wird. Für dieses sogenannte „aggregated multidimensional setting“ wurden zwei neue Aktionen, customize_post_value_set und customize_post_value_set_{$setting_id}, eingeführt, die beim Aufrufen von WP_Customize_Manager::set_post_value() ausgelöst werden. Zudem erlauben sie WP_Customize_Setting::preview(), den in der Preview betrachteten Wert zu updaten („just in time“-Previewing).

Dazu kommen weitere Änderungen des Customizers in WordPress 4.4, etwa die Einführung des neuen Filters customize_loaded_components, der das Überspringen von Navigationsmenüs oder Widgets bei der Initialisierung ermöglicht; oder die Verbesserung der inline-Docs für JavaScript. Ebenso können in WordPress 4.4 Options-Settings so registriert werden, dass sie nicht beim Autoloading hinzugefügt werden.

Alle Änderungen sind sowohl im oben genannten Blogpost zu finden; ebenso bietet der Issue-Tracker einen Überblick über alle Fixes für die Customizer-Komponente.

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -