Darwin-Award für (Magento)-Entwickler
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Der Darwin Award hat bereits beachtlichen Kultstatus erreicht; doch auch Entwickler verspüren bisweilen seltsame Tendenzen, die eigene Arbeit an den Rande des Abgrunds zu führen. Und manchmal eben einen

Der Darwin Award hat bereits beachtlichen Kultstatus erreicht; doch auch Entwickler verspüren bisweilen seltsame Tendenzen, die eigene Arbeit an den Rande des Abgrunds zu führen. Und manchmal eben einen entscheidenden Schritt weiter.

Der Darwin Award ehrt jene, die das ultimative Opfer erbracht haben, indem sie sich selbst in der aussergewöhnlichsten und dümmsten Art und Weise töteten. Diese Auszeichnung wird fast immer posthum verliehen, vorzugsweise vor der Vermehrung. Das mag manchmal hart und geschmacklos erscheinen, bietet aber doch immer wieder Gelegenheit, ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern.

Ähnlich ergeht es einem auch, wenn man sich den Text von Philippe Humeau zu Gemüte führt: Magento Darwin Awards: les oscars (oder in der englischen Übersetzung auf Inchoo Magento Darwin Awards contest). Einige der angeführten Punkte sind so irrwitzig, dass man sich fragt, ob man nicht selbst Gefahr laufen könnte, in die eine oder andere Falle zu tappen.

Da ist zum Beispiel der Entwickler, der die brillante Idee des S.O.D (Slider O‘ Death) hatte. 5 Cursor, mit denen sich Produkte (in diesem Falle Schuhe) anpassen liessen. 15 Produkttypen, 6 Größen, 6 verschiedene Modelle im Schnitt, 12 Farben und 6 verschiedene Ausführungen. 38.800 Möglichkeiten, alles in allem. Und weil er es für eine gute Idee hielt, wurde bei jedem verschieben der Cursor ein AJAX-Request abgefeuert, der für jede Einstellung einen SQL-Request absetzte… Eine Steigerung bietet da eigentlich nur noch der O.M.O.D (On Mouse O‘ Death).

Weitere Highlights sind die Punkte My Java is beautiful, in dem ein Bug Java daran hindert, den Garbage Collector anzuwerfen, der allseits beliebte Big Bad Cron, der den Server dazu veranlasst, mit einem mehr oder weniger freundlich gemeinten kill -9 zu drohen, oder natürlich der Entwickler, der es besonders gut meinte und die Serverlast mit einem PHP Daemon testete. Leider war der nicht gerade auf Performance oder Speicherfreundlichkeit ausgelegt, und leider wollte es eben dieser Entwickler sehr genau wissen und führte diesen Test alle 35 ms aus…

Über das alles und noch etwas mehr kann man in oben genanntem Artikel schmunzeln. Aber wir sind uns sicher, dass jeder von uns schon einmal einen kleinen Darwin gebaut hat – wie zum Beispiel die Drupal Association, die dank Gerhard Killesreiter, dem Infrastructure Manager der Association, größeres Unheil noch rechtzeitig zu einem Facepalm abwenden könnte. Ihm war nämlich aufgefallen, dass die Statistiken außergewöhnliche Spikes aufweisen, die nicht über die üblichen Wege zustande kommen. Der Grund dafür ist simpel, die Drupal Association hat das den Usern selbst ans Herz gelegt: In line 239 of our INSTALL.txt we instruct people who install Drupal to request our update stats at precisely that time. A classical facepalm.

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