Das enträtselte Mysterium: die iPhone-6-Plus-Auflösung
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Die Vorstellung des neuen iPhone 6 und des iPhone 6 Plus sorgte diese Woche nicht nur für Begeisterungsstürme. Besonders die extrem hohe Auflösung, die die neuen Apple-Geräte mit sich bringen, bereitet

Die Vorstellung des neuen iPhone 6 und des iPhone 6 Plus sorgte diese Woche nicht nur für Begeisterungsstürme. Besonders die extrem hohe Auflösung, die die neuen Apple-Geräte mit sich bringen, bereitet Webdesignern einiges Kopfzerbrechen. Zwar ist es unwahrscheinlich, dass die verbesserte Auflösung des iPhone 6 wirkliche Konsequenzen für das Designen von iPhone-optimierten Websites hat, allerdings bleibt die Frage, was das iPhone 6-Display so besonders macht und wie sich die Auflösung auf das Rendern von Grafiken auswirkt. Eine Infographik der PaintCode-App-Entwickler, mit deren App sich auflösungsunabhängige User Interfaces erstellen lassen, löst nun das Rätsel, wie Grafiken auf dem Display des iPhone 6 dargestellt werden.

Points werden zu Pixel

Es gibt verschiedene Arten von Pixel, die alle unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Für Webentwickler sind besonders die CSS-Pixel interessant und weniger die physischen Pixel.

Bilder liegen allerdings zunächst in Points, einer mathematischen, abstrakten Einheit, vor und werden erst zur Ausgabe auf dem Display in Pixel umgewandelt. Beim originalen iPhone war die Übereinstimmung von Points und Pixel besonders einfach, denn der Skalierungsfaktor zwischen Points und Rendered Pixel lag bei eins.

Für das neue iPhone 6 und das iPhone 6 Plus werden andere Faktoren benötigt, um aus Point-Koordinaten Pixel-Koordinaten zu erhalten. Je höher der Skalierungsfaktor ist, desto mehr Details werden dargestellt. Beim iPhone 6 werden die Points mit dem Faktor zwei multipliziert, beim iPhone 6 Plus sogar mit dem Faktor drei.

Display des iPhone6 Plus hat geringere Auflösung als das erzeugte Bild

Während das Rendern beim originalen iPhone und dem iPhone 6 problemlos funktioniert und die Darstellung von Websites optimal an die Displaygröße und -Auflösung abgestimmt wird, muss das Bild für das iPhone 6 Plus in der Größe angepasst werden, um auf dem Display angezeigt zu werden. Das liegt daran, dass das Display des iPhone 6 Plus eine geringere Auflösung hat, als das durch das Rendern erzeugte Bild.

Das iPhone 6 Plus hat eine Auflösung von 1920×1080 Pixel, das Bild, das durch das Rendern erzeugt wird, hat eine Auflösung von 2208×1242 Pixel. Um auf dem physischen Display dargestellt werden zu können, muss das Bild also auf knapp 87 Prozent seiner Originalgröße reduziert werden.

Was heißt das also für Entwickler? Es heißt vor allem, dass das Rätsel um die Auswirkungen der Auflösung ist halb so wild, wie ursprünglich angenommen. Natürlich muss im Hinterkopf behalten werden, dass für das iPhone 6 Plus die Darstellung einer Website nicht genau dem entspricht, was beim Rendern mit dem Faktor 3 herauskommt.

Trotzdem sollte es für Webdesigner weniger schwierig als zunächst angenommen sein, Websites so zu entwickeln, dass sie auch auf den neuen iPhone-Displays mit ihrer deutlich erhöhten Auflösung optimal dargestellt werden.

Damit dürfte das Thema iPhone 6 und iPhone 6 Plus in Sachen Auflösung genug diskutiert worden sein; ob weitere Problematiken mit den neuen Apple-Geräten entstehen, etwa bei der Bedienung mit Touch-Gesten, muss sich erst noch zeigen

Aufmacherbild: A hand want to complete the puzzle von Shutterstock / Urheberrecht: ismaishak

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