Shopping-Paradies

Das sind die neuen Funktionen von Magento 1.7
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Mit der vollständigen Übernahme von Magento durch eBay hat sich eine ganze Menge rund um das beliebte Shop-System getan. Nach anfänglicher Skepsis scheint nun klar zu sein, in welche Richtung sich Magento weiterentwickelt. Aus einem anfänglich reinen Open-Source-Projekt wird ein immer umfangreicheres System, auf dessen Basis sich Shops mit riesigem Artikel- und Kundenstamm verwalten lassen. In Version 1.7 zeigt sich Magento noch einmal verbessert. In diesem Artikel werden die Neuerungen der aktuellen Version 1.7 unter die Lupe genommen. Und wer sich weder um die Installation noch um das Hosting eines Magento-Shops kümmern will, für den könnte Magento Go die passende Lösung sein. Auf diese SaaS-Lösung wird ebenfalls ein prüfender Blick geworfen.

Neue Magento-Versionen werden in schöner Regelmäßigkeit alle sechs Monate veröffentlicht. So war es auch dieses Mal bei Version 1.7. Allerdings gab es aufgrund der Übernahme durch eBay durchaus Unruhe im Magento-Umfeld. Viele Anwender und Entwickler fragten sich – nicht ganz zu Unrecht, wie andere Übernahmen im IT-Sektor in der Vergangenheit zeigten – wie und ob es weitergehen werde. Auch wenn sich Genaueres sicherlich erst im Laufe der Zeit sagen lässt, kann man bereits jetzt die Fokussierung auf die X.commerce-Plattform erkennen. Laut eBay handelt es sich dabei um eine Ansammlung von E-Commerce-Tools. Auf diese sollen – so die Idee – Händler und Entwickler zugreifen können, was schlussendlich zu einer Verknüpfung der verschiedenen Communitys (PayPal, Magento, eBay) führen soll.

Was bedeutet das aber konkret für Magento bzw. dessen Anwender und Entwickler? Folgt man der Logik von eBay, soll sich auf Basis der unter dem gemeinsamen Dach X.commerce zusammengefassten Dienste ein Magento-Shop ganz einfach um weitere Tools/Dienste erweitern lassen. Wer beispielsweise einen Magento-Shop mit eBay kombinieren möchte, kann das über die X.commerce-Plattform erledigen. Welche Verknüpfungen darüber hinaus zukünftig noch möglich sind, wird man abwarten müssen. Aber auch wenn Magento in die X.commerce-Plattform integriert ist, wird das System – so sieht es derzeit zumindest aus – seine Eigenständigkeit bewahren können. Ebenso soll es weiterhin eine Community Edition geben, Magento wird unverändert auch Open Source und somit auf Wunsch kostenlos verfügbar sein.

Verschiedene Editionen

Nach wie vor gibt es Magento in den beiden verschiedenen Editionen Community und Enterprise. Die Community Edition ist und bleibt Open Source. Und auch nach dem eBay-Einstieg hat sich die Sorge vieler Anwender dahingehend nicht bestätigt, dass die Community Edition nicht weiterentwickelt wird. Unverändert kommen regelmäßig neue und verbesserte Versionen, die nicht nur für kleine und mittlere Projekte absolut ausreichend sind. Auch sehr umfangreiche Shops lassen sich mit der Community Edition umsetzen. Die kostenpflichtige Enterprise Edition – und das wird gerne übersehen – besitzt dieselbe Basis wie die Community Edition. Das ist übrigens nicht nur vor dem Hintergrund einer schnellen Einarbeitung in eine andere Edition interessant. Auch das Upgrade auf Magento Enterprise ist dadurch problemlos möglich. Um den Verkauf der Enterprise Edition voranzutreiben, hat man dieser Version einige interessante Funktionen spendiert:

  • Das CMS und der Onlinekatalog wurden verbessert.
  • Es sind erweiterte Administratorrollen verfügbar.
  • Speziellen Kunden können gezielt Angebote gemacht werden.
  • Es gibt einen verbesserten Call-Center-Support.
  • Kundenkredite können gewährt werden.
  • Die Verschlüsselung der Daten wurde verbessert.
  • ERP-Systemen lassen sich einfacher anbinden.
  • Mehrere Wunschzettel können definiert werden.

Einen vollständigen Überblick der Funktionsunterschiede zwischen den Magento-Versionen kann man sich auf der Compare-Webseite von Magento verschaffen. Die zusätzlichen Features sind es aber nicht allein, die für den Einsatz der Enterprise Edition sprechen könnten. Denn auch hinsichtlich des Supports unterscheiden sich die Versionen deutlich voneinander. Für die Community Edition gibt es seitens Magento keinerlei Support. Das bedeutet aber natürlich nicht, dass man auf sich allein gestellt ist. Längst hat sich eine riesige Community gebildet, die bei Problemen weiterhilft. Offiziellen Support gibt es ausschließlich bei Magento Enterprise. Allerdings muss man an dieser Stelle nochmals unterscheiden. Tatsächlich gibt es mit Magento Enterprise und Magento Enterprise Premium zwei kommerzielle Versionen. Während man für die klassische Enterprise Edition 14.420 US-Dollar pro Jahr zahlen muss, werden für Magento Enterprise Premium stolze 49.990 US-Dollar pro Jahr fällig. Bei Magento Enterprise bekommt man Support von offizieller Seite. Den erhält man auch bei Enterprise Premium. Zusätzlich gibt es hier aber auch Beratungen und Schulungen. Laut Magento soll der Support zeitnah und unkompliziert erfolgen. Das gilt dann übrigens nicht nur für die Entwicklungsphase, sondern auch dann, wenn der Shop online ist.

Weiterer Vorteil der Premium-Version: Auf Wunsch erhält man mehrere Lizenzen. Ob man sich für eine der Enterprise-Varianten entscheidet, hängt zunächst einmal davon ab, wie viel man bereit ist, finanziell zu investieren. Vor allem bei größeren Projekten ist Support von offizieller Seite sicherlich hilfreich, da Magento bekanntermaßen ein äußerst komplexes System ist. Dank Support lassen sich auftretende Probleme und daraus resultierende Umsatzeinbußen verhindern bzw. schnell beheben.

Weiter mit: Teil 2

Alle Teile: Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5

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