Das Trugbild der App-Ladezeit: Drei Tricks für gefühlt schnellere Ladezeiten
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Jeder Smartphone-User kennt wohl das Problem, wenn die mobile Internetverbindung extrem langsam ist und statt des gewünschten Web-Contents nur ein blanker Screen erscheint – oder sich gar nichts tut.

Jeder Smartphone-User kennt wohl das Problem, wenn die mobile Internetverbindung extrem langsam ist und statt des gewünschten Web-Contents nur ein blanker Screen erscheint – oder sich gar nichts tut. An der Verbindungsgeschwindigkeit des Gerätes lässt sich meist nicht viel ändern; daran wie sich Ladezeiten für den Nutzer anfühlen allerdings sehr wohl. Und gerade die wahrgenommene Ladezeit ist es, die über eine zufriedenstellende oder frustrierende User Experience entscheiden kann. Annarita Tranfici erklärt, mit welchen drei Tipps Entwickler dafür sorgen können, dass sich die Ladezeit einer Applikation schneller anfühlt.

Drei Tricks für eine schnellere gefühlte Ladezeit

Um eine App schneller wirken zu lassen, muss nicht unbedingt der Aufbau der App verändert werden. Stattdessen können etwa die nachfolgenden Tricks eingesetzt werden, um eine gute Performance auch bei einer langsamen Internetverbindung vorzutäuschen:

  1. Sofortige Reaktion auf Nutzereingaben Dem Nutzer ein sofortiges Feedback auf seine Eingabe zu geben, ist wichtig, weil der Nutzer eine Bestätigung erwartet, dass seine Eingabe vorgenommen wurde – am besten mit einer visuellen Untermalung, etwa durch eine Fortschrittsanzeige oder Animationen, die den Ladevorgang darstellen sollen.
  2. Performance-Tasks im Hintergrund ausführen Nutzer können nicht alle Aufgaben, die gleichzeitig ausgeführt werden sollen, im Auge behalten. Darum kann durch das Ausführen von Performance-Tasks im Hintergrund der Anschein erzeugt werden, dass die App schnell lädt oder eine Aktion – etwa ein Bild zu teilen – schneller ausgeführt wird.
  3. Dummy Content Gerade Bilder und Gifs brauchen bei langsamen mobilen Internetverbindungen sehr lange, bis sie angezeigt werden. Statt eines leeren Displays kann Dummy Content an den Stellen, wo eigentlich Bilder oder Text erscheinen soll, eingesetzt werden. Für den Nutzer fühlt es sich meist schneller an, bis der Dummy Content mit dem eigentlichen Content ersetzt wird, als auf einen leeren Bildschirm zu starren.

Ladezeit – ein kritischer Teil der User Experience

Es gibt einige Faktoren, die beeinflussen, ob ein Nutzer mit einer Applikation zufrieden ist, oder das Gerät am liebsten frustriert in die Ecke werfen würde. Die Ladezeit, so sagt Annarita Tranfici, ist dabei der vielleicht wichtigste Faktor:

Speed is a critical part of user experience und has been definitely proven to feed back directly into your revenues and users‘ engagement.

Natürlich gibt es zahlreiche technische Methoden, mit denen die Ladezeiten reduziert werden können. Doch es kommt nicht immer nur auf die Technik an, manchmal reicht es schon, dem Nutzer das Gefühl zu geben, dass die App schneller arbeitet, als sie es tatsächlich tut.

Aufmacherbild: a progress bar on a computer screen von Shutterstock / Urheberrecht: Milos Luzanin

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