Das Web als kommerzielle Spiele-Plattform
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Das Web bietet Spieleentwicklern immer mehr Möglichkeiten, ihre Spiele direkt für den Browser zu entwickeln, ohne, dass für ihre Ausführung ein zusätzliches Plug-in nötig wäre. Insbesondere Mozilla

Das Web bietet Spieleentwicklern immer mehr Möglichkeiten, ihre Spiele direkt für den Browser zu entwickeln, ohne, dass für ihre Ausführung ein zusätzliches Plug-in nötig wäre. Insbesondere Mozilla hat in den vergangenen Monaten dazu beigetragen, indem sie die Weiterentwicklung von Technologien wie WebGL und asm.js vorangetrieben haben, um das Web zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten für Spielekonsolen zu machen. In ihrem Blog geben die Mozilla-Entwickler einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen.

Entwicklungen am kommerziellen Browser-Games-Markt

Mozilla hat einen großen Anteil daran, das Web als Plattform für das Erstellen und Verbreiten von Spielen zu etablieren, etwa durch die Entwicklung von Technologien wie WebGL und asm.js. Gerade WebGL sorgt dafür, dass vermehrt Spiele direkt für den Browser entwickelt werden können, ohne auf ein zusätzliches Plug-in angewiesen zu sein. Mittlerweile ist WebGL in allen modernen Browsern verfügbar, wodurch Spieleentwickler ihren 3D-Content mehr Nutzern zu Verfügung stellen können, ohne auf die Browserwahl des Nutzers Rücksicht nehmen zu müssen.

Gleichzeitig gibt es für Spieleentwickler mehr Möglichkeiten, mit ihrem Content Geld zu verdienen. So verkaufte Humble Bundle in den vergangenen Wochen mehrere Spiele, die für das Web entwickelt wurden, etwa das erste Unity-4-Spiel in WebGL. Auch Epic Games will auf den Vertrieb von Web-Games setzen, indem sie Entwicklern den WebGL- und asm.js-Export für Unreal Engine 4 nicht extra berechnen. Zudem unterstützt das Spieleentwicklungs-Tool Marmelade nun Firefox OS und reizt so die Grenzen des mobilen Webs aus.

Ebenso spielt der Fortschritt bei den Web-Game-Technologien und -Tools eine große Rolle. So kündigte Mozilla einen nur auf Entwickler ausgerichteten Browser an, der auch Tools wie Canvas Debugger, Shader Editor und Audio Editor beinhalten soll – allesamt nützliche Tools für Spieleentwickler.

Auch die Performance bei Spielen, die direkt fürs Web entwickelt wurden, wird immer besser und kann mit nativen Desktop-Spielen mithalten. Um beispielsweise die Aspekte der asm.js-Performance zu messen, hat Mozilla die Massive Benchmark Suite entwickelt, und auch Unity hat ihre eigene asm.js- und WebGL-Benchmark erstellt. Damit soll der Grundstein für direkt im Browser ausführbare High-Performance-Games gelegt werden, denn, so die Mozilla-Entwickler:

The Web is becoming a far more vibrant platform and we are starting to see the first signs of industry exploring the potential that has now been unlocked.

Aufmacherbild: On line Gamer von Shutterstock / Urheberrecht: El Pino

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