Der Schlüssel zum Open-Source-Erfolg
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Viele Unternehmen haben bereits versucht, mit Open-Source-Software den großen Wurf zu landen; sei es als Produzent oder Konsument. Matt Mullenweg ist einer derjenigen, die es mit ihrem Projekt geschafft

Viele Unternehmen haben bereits versucht, mit Open-Source-Software den großen Wurf zu landen; sei es als Produzent oder Konsument. Matt Mullenweg ist einer derjenigen, die es mit ihrem Projekt geschafft haben, das Web essentiell zu beeinflussen. Mit Sarah Kessler von Mashable hat er nun über die WordPress-Erfolgsgeschichte und die Balance zwischen der Not, Geld verdienen zu müssen und die Open-Source-Gemeinde zu bedienen, gesprochen.

Well we’re not done yet, but two things WordPress has been able to exemplify is that Open Source can create great user experiences and that it’s possible to have a successful commercial entity and a wider free software community living and working in harmony.Matt Mullenweg, 2010

Kommerzieller Erfolg und Open Source müssen sich also nicht ausschliessen. Interessante Einsichten von jemandem, der es wissen muss. Immerhin werden laut W3Techs über 12 % der 1 Million größten Webseiten mit WordPress betrieben, was einen Marktanteil von 55,9 % unter den Content Management Systemen entspricht.

Auf die Frage, wie er beide Interessen in eine Balance bringt, fällt seine Antwort eindeutig aus: I don’t balance them – they’re both out in full force. Die Rechnung sei letzten Endes einfach; denn je mehr Geld Automattic verdiene, desto mehr könne er der Community zurückgeben. In Form von Software, Services und Spenden an Non-Profit-Organisationen, die ihrerseits dazu beitragen, dass sich der Open-Source-Gedanke verbreite.

Doch die Philosophie alleine genüge nicht. While I personally believe strongly in the philosophy and ideology of the Free Software movement, you can’t win people over just on philosophy; you have to have a better product too, so Matt weiter. Man müsse eine User Experience erschaffen, die zumindest mit proprietären Alternativen mithalten könnte – wenn nicht sogar besser sei.

Matt Mullenweg hat leicht reden; immerhin ist er mit WordPress bereits im Olymp angekommen. Vielleicht war er zur richtigen Zeit am richtigen Ort, vielleicht hat er aber auch nur die richtigen Entscheidungen getroffen. Egal, womit sich sein Erfolg nun begründet: Er zählt nicht umsonst zu einem der 10 einflussreichsten Menschen im Web, irgendwas wird er also richtig gemacht haben.

Und es scheint, als wäre seine Erfolgsgeschichte noch nicht zu Ende. Auf die Frage, ob es Pläne gebe Microblogging-Tools ähnlich Tumblr oder Posterous in auf WordPress.org gehostete Seiten einzubinden, antwortete er vielsagend: Absolutely, and that’s all I can say for now. 🙂

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