Die drei Schritte zum erfolgreichen Open Source Projekt
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Die Open Source Welt ist super. Es gibt millionen Freiwillige, die einander bei ihren Projekten helfen, niemand muss das Rad noch einmal neu erfinden und etliche Entwicklungen stehen jedem kostenlos zur

Die Open Source Welt ist super. Es gibt millionen Freiwillige, die einander bei ihren Projekten helfen, niemand muss das Rad noch einmal neu erfinden und etliche Entwicklungen stehen jedem kostenlos zur Verfügung. Auch Fritzchen hat eine tolle Erfindung gemacht, auf GitHub hochgeladen und in Reddit und Hacker News geteilt. Doch nichts hat sich getan. Die Freude über sein erstes Projekt muss aber nicht verpuffen, wie Peter Cooper und Robert Nyman im Mozilla Blog erklären.

Insbesondere die drei Schritte der Fertigstellung des Projekts, der Verbreitung der Botschaft und der Aufrechterhaltung des Moments werden hier genannt, wobei das Marketing des Projektes schon beim Namen beginnt. Ein seltener Name, der dennoch im Ohr stecken bleibt, prägt sich bei den Leuten ein und seine Erwähnungen sind via Google Alerts leicht zu verfolgen. Weitere Punkte, die noch vor dem Release zu klären sind, wären die folgenden:

  • Promotion-Homepage mit Analytics und einem Titel, der das Projekt erklärt
  • Kurzbeschreibung, was das Projekt tut
  • einfachste und klarste Sprache
  • Anfänger-Tutorial
  • dokumentierte Abhängigkeiten
  • Lizenz
  • Beispielcode
  • Zusatzmaterial (Mini-Screencasts als animiertes GIF, Hintergrundstory)

Die Verbreitung des fertigen Projekts erfolgt über etliche Kanäle. Diese sollten allerdings nacheinander abgearbeitet werden, damit der Server mit Eurer Website nicht zusammenbricht. Die Verbreitungspfade sollten von innen nach außen abgegrast werden:

  • Nähere Bekannte aus Google Plus und Co. geben erste, konstruktive Kritik
  • Via Twitter gibt es bereits die Möglichkeit, sehr schnell verbreitet zu werden
  • Werbung auf Facebook, Reddit oder auf Entwickler-Blogs können sich auszahlen
  • Die Größen der Branche (Entwickler, Evangelisten, Medien) sollten angeschrieben werden
  • Aggregatoren (Hacker News, Reddit, EchoJS) sorgen für weiteres Feedback

Wenn auf einem dieser Wege das öffentliche Interesse auf Euer Projekt gelenkt wurde, dann müsst Ihr am Ball bleiben. Die Leute wollen mit Eurem Projekt arbeiten, begegnen Fehlern, stellen Fragen, wollen wissen, wie es weiter geht. Cooper und Nyman raten zu folgendem Verhalten:

  • Definiert Umgangsformen im Falle von Fehlern (Issue Tracker)
  • Erstellt Social-Media-Accounts im Namen des Projekts
  • Kritik offensiv begegnen, also fundierte Kommentare hinnehmen oder widerlegen, positive Eigenschaften betonen

Der Public-Relation-Aufwand um ein Open Source Projekt wirkt heftig. Doch für eben solche Projekte gibt es Beispiele, die sich mehrfach ausgezahlt haben. Puppet oder Vagrant sind millionenschwere Unternehmen geworden. Auch Beratung oder das Schreiben des passenden Buches können für ein attraktives Nebeneinkommen sorgen.

Was sind Eure Erfahrungen mit der Open Source Welt? Habt Ihr Euch schon mit eigenen Projekten an Ihr beteiligt?

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