WebRTC und WebGL in Hobbit-basiertem Chrome-Experiment

Die Hobbit Experience 2014
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Der Hobbit ist nicht nur ein Verkaufsschlager im Buchladen, auch die Verfilmung des Romans spielte bisher hohe Summen am Box Office ein. Kein Wunder, dass auch Spieleentwickler die Verfilmung als Grundlage nehmen. Passend zum Kinostart des letzten Teils gibt es nun ein neues, mit WebGL und WebRTC erstelltes Spiel als Chrome-Experiment.

Nicht ohne Grund gibt es heutzutage kaum noch Romane oder Filme, die nicht Teil einer Reihe sind – kein Wunder, immerhin ist es sehr wahrscheinlich, dass sich auch Folgeteile zu erfolgreichen Auftaktwerken gut verkaufen. Was bei Büchern schon längst Gang und Gäbe ist, hält seit einiger Zeit auch bei Filmen Einzug: die Aufsplittung in mehrere Teile. Als die Verfilmung von J.R.R. Tolkiens Roman „Der Hobbit“ in drei Teilen angekündigt wurde, war das Kopfschütteln in den Fanreihen groß, denn so dick ist der Roman nicht, dass eine dreiteilige Verfilmung nötig erschien.

Trotzdem waren die beiden bisher erschienenen Teile überaus erfolgreich an den Kinokassen, und nicht nur das: wie viele erfolgreiche Blockbuster zog auch die Hobbit-Verfilmung allerhand zusätzliche Verarbeitungsmöglichkeiten nach sich. So gab es bereits pünktlich zum Filmstart des zweiten Teils die Veröffentlichung der „Hobbit-Experience“ – ein Chrome Experiment, das die neusten Videotechnologien wie WebGL nutzt, um auf Grundlage der Verfilmung ein für Chrome-für-Android-optimiertes Browser-Game zu designen. Für den am 17. Dezember erscheinenden dritten Teil gibt es nun eine Neuauflage des Spiels, für die die Nutzung von WebGL um WebRTC erweitert wurde.

Die Hobbit-Experience

Wie viele andere Film-Franchises hat auch die Hobbit-Verfilmung großen Anklang bei Spiele-Entwicklern und dem Vertrieb von Fanartikeln gefunden. Bereits letztes Jahr wurde mit A Journey through Middle-earth ein mit WebGL erstelltes Browser-Game als Chrome-Experiment veröffentlicht, dass die Verfilmung aufgriff. Dieses Jahr wird der Content des Spiels nun erweitert und neben dem vermehrten Einsatz von WebGL auch auf die WebRTC-Möglichkeiten in Chrome und Firefox gesetzt.

In dem neuen Spiel soll es hauptsächlich um den Kampf zwischen Menschen, Elben, Zwergen und Orcs gehen, bei dem die Spieler die Möglichkeit haben, gegeneinander anzutreten. Die Gestaltung eines solchen Multi-Player-Games, das für mobile Geräte und somit auf Touch-Input optimiert sein soll, stellte die Entwickler jedoch vor einige Herausforderungen hinsichtlich Spiel- und Spielermanagement.

Dazu gehört etwa, wie mehrere Spieler in einem Games-Room angezeigt und die möglichen Gegner herausgefordert werden sollen. Auch die Performance und das Aufrechterhalten der Peer-to-Peer-Verbindung mittels WebRTC stellte die Entwickler vor einige Probleme. In der Case-Study The Hobbit Experience 2014 erklärt Daniel Isaksson ausführlich, wie das Entwickler-Team mit diesen Herausforderungen umging und welche Schritte nötig waren, um das finale Spiel zu erstellen.

Der Erfolg der Hobbit-Verfilmungen

Bereits der Roman von J.R.R. Tolkien, der 1937 erstmals erschienen ist, war überaus erfolgreich. Mit der Verfilmung des Buches sollte an diesen Erfolg – und auch an den Erfolg der Herr-der-Ringe-Verfilmungen – angeknüpft werden.

Zwar blieb der Franchise ein wenig hinter den Erwartungen zurück, denn noch hat er es nicht in die Top 10 der Film-Reihen mit den höchsten Einnahmen geschafft; trotzdem können sich die Box-Office-Zahlen sehen lassen. Insgesamt brachten die beiden ersten Teile es bisher auf 561,4 Millionen US-Dollar (448,5 Millionen Euro). Der kurz vor Weihnachten erscheinende letzte Teil dürfte dem jedoch noch ähnliche hohe Einnahmen wie die ersten Teile hinzufügen.

Angesichts dieses enormen Erfolges der Verfilmung ist es wenig verwunderlich, dass sie auch für Spiele als Grundlage dient. Gerade in den letzten Monaten hat die Verbreitung von Spielen, die mit WebGL und WebRTC erstellt wurden, deutlich zugenommen – Spiele wie die Hobbit Experience dürften dank des Bekanntheitsgrads der Verfilmung weiter dazu beitragen, die Verbreitung der Technologien voranzutreiben.

Aufmacherbild: Dmitri Ogleznev / Shutterstock.com

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