Die User Experience bei der Nutzung von APIs
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Es ist ein gängiger Irrglaube, dass das Designen von APIs nichts mit dem Designen guter User Experiences zu tun hat. Tatsächlich bringt die Gestaltung von APIs nach den Bedürfnissen der Konsumenten – in diesen Fall den Entwicklern und Maschinen – und nicht nur auf Basis der vorliegenden Daten viele Vorteile mit sich, die sich am Ende positiv auf die User Experience auswirken können.

Benoit Pointet erklärt, was es mit der Verbindung zwischen User Experience und dem Design von APIs auf sich hat.

APIs als Berührungspunkt zwischen Mensch und Maschine

Web-APIs sind genaugenommen nur ein weiterer Service-Berührungspunkt, und wie bei den meisten webbasierten Berührungspunkten wie zum Beispiel Websites üblich, verbindet er die menschlichen mit den maschinellen Nutzern. Allerdings gibt es einige Unterschiede bei der Content-Struktur zwischen einer Website und einem API.

So geht dem Besuch einer Website durch einen menschlichen Nutzer eine Untersuchung durch die maschinelle Seite, etwa durch Bots, voraus. Dabei ist das Ziel des Website-Contents die menschlichen Besucher, während sich die Metadaten vor allem an die Maschinen richten. Bei einem Web-API ist es allerdings genau andersherum. Das API wird durch Entwickler überprüft und soll vor allem ein maschinelles Publikum generieren und sich erst in den Metadaten an die menschlichen Besucher richten.

APIs mit guter API Experience erstellen

Hat man dieses Prinzip erst einmal verstanden, stellt sich vielen Entwicklern die Frage: wie nimmt ein auf User Experience ausgerichtetes Design Einfluss auf die Nutzung eines APIs? Benoit Pointet sieht es als eine Art „Entwickler-Optimierung“. Ähnlich wie Suchmaschinenoptimierung zu einem besseren Ranking einer Website in den Suchmaschinen beitragen soll, hilft ein User-Experience-orientiertes Design dabei, die Verständnisbarriere bei der Nutzung eines APIs für Entwickler zu verringern. So fällt es ihnen leichter, den Aufbau des APIs zu verstehen, wodurch es eine größere Verbreitung findet.

Dabei gilt, so erklärt Pointet, dass APIs nicht rund um das eigentliche Business für das sie gedacht sind, designt werden sollten, sondern vor allem auf die Bedürfnisse und das Verständnislevel der künftigen Konsumenten abgestimmt werden sollte. Sprich: das Designen einer guten API Experience sollte beim Erstellen eines APIs im Vordergrund stehen.

Design-Methoden für das Design guter API Experiences

Es gibt verschiedene Design-Methoden, mit denen sich das Designen einer guten API Experience vereinfachen lässt. Wichtig ist es vor allem, zu wissen, was die Target Audience von dem API erwartet und was sie vom dahinterstehenden Business verstehen. Die entsprechenden Informationen lassen sich zum Beispiel mit Interviews generieren und sich dann für das Erstellen von Personas weiterverwenden.

Genauso helfen das Benchmarking von anderen APIs und ihrer Dokumention bei der Erstellung des eigenen userfreundlichen APIs. Wichtig ist auch, das API durch Entwickler testen zu lassen, um dessen Nutzerfreundlichkeit zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Natürlich gibt es noch andere Möglichkeiten, wie sich ein UX-First-Ansatz bei der API-Gestaltung umsetzen lässt, doch die genannten Tipps dürften bereits eine gute Basis für das Designen einer guten API Experience liefern.

Aufmacherbild: Businessman Api Data Product Ideas Concept von Shutterstock / Urheberrecht: Rawpixel

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