Die User Experience – der neue Platzhirsch-Faktor?
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Mit dieser Formel lässt sich wohl recht eindrücklich das Thema umschreiben, das Mike Bushong (Vice President of Marketing bei Plexxi) in einem Artikel auf DZone umtreibt: die immer weiter zunehmende

Mit dieser Formel lässt sich wohl recht eindrücklich das Thema umschreiben, das Mike Bushong (Vice President of Marketing bei Plexxi) in einem Artikel auf DZone umtreibt: die immer weiter zunehmende Relevanz der User Experience und deren Einfluss auf den Markterfolg eines Unternehmens.

Angetrieben von Apples Erfolg im Bereich UI konzentrieren sich immer mehr Entwickler und Unternehmen darauf, das Anwendererlebnis zu verbessern; anders gesagt: der User rückt vermehrt ins Zentrum der Aufmerksamkeit.

Investitionsausgaben vs. Betriebskosten

Dies trifft insbesondere auf den Bereich Networking zu. Aus Performance-Sicht bieten viele Anbieter dasselbe, für die meisten Unternehmenskunden ist das Hauptunterscheidungsmerkmal (und somit der entscheidende Punkt) deshalb der Preis: Die meisten Unternehmen konzentrieren sich heuzutage immer noch darauf, ihre Investitionsausgaben zu reduzieren. Doch je mehr sich die Preise der verschiedenen Anbieter angleichen, desto eher richtet sich der Fokus auf die Betriebskosten; diese und Faktoren wie der Support oder eben die User Experience werden zu Unterscheidungsmerkmalen bzw. Entscheidungskriterien.

Das Problem…

Doch die Industrie ist laut Bushong nur suboptimal auf diese sich anbahnenden Veränderungen vorbereitet. So werden die meisten Netzwerklösungen nach wie vor durch Device-By-Device-Kommandos gehandhabt, was im besten Falle automatisiert werden kann, im schlechtesten Falle jedoch höchst undurchsichtig und schwer handhabbar ist. Die Ursache dieser Problematik sieht Bushong in der Roadmap-Planung; in dieser spielt die User Experience meist eine untergordnete Rolle. Stattdessen geben Manager und Verkaufsstrategen den Ton an: Der Fokus liegt deshalb auf Features, die potentiell für möglichst profitable Geschäfte sorgen.

…und die Lösung?

Die Lösung für Bushong deshalb: Stünde generell die User Experience im Mittelpunkt, wären die Features zwar natürlich immer noch wichtig, die Stoßrichtung wäre jedoch eine andere. Jedes Feature sollte ein bestimmtes Ziel unterstützen, und jedem Ziel wäre ein Set dafür notwendiger Workflows zugeordnet. Die Workflows wiederum hätten alle Properties.

Ein weiteres Problem sieht Bushong darin, dass die User Experience zumeist mit dem User Interface gleichgesetzt wird, bzw. dass die Architektur des Produkts am Anfang des Entwicklungsprozesses steht, und nicht die User Experience. Stünden die Workflows am Anfang, wären Validierung und Troubleshooting eine natürliche Erweiterung des Workflows; die User Experience wäre dann nicht bloß eine „Verlängerung“ der Architektur, auf die der User nur wenig bis gar keinen Einfluss hat.

Der Wandel von der Feature- zur User-Zentrierung stellt insgesamt eine schwierige, nicht zu unterschätzende Aufgabe dar – an der die meisten etablierten Unternehmen scheitern.

Aufmacherbild: Wild Stag in the Scottish Highlands von Shutterstock / Urheberrecht: John A Cameron

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